Denkmal/Gedenkstätte

Storchenturm

Magnuspl. 10, 87629 Füssen

Highlights

  • Der Storchenturm im Hohen Schloss in Füssen bietet einen der besten Blicke über die Stadt und das Füssener Land.
  • Vom Wehrgang aus ist der Aufstieg in den sechsstöckigen Torturm bis ins Türmerzimmer möglich.
  • Der Turm wurde früher als Fallturm genutzt und gibt Einblicke in die historische Lebensweise der Türmer.

Tipps

  • Das Hohe Schloss in Füssen ist innerhalb weniger Minuten zu Fuß von der Altstadt aus erreichbar.
  • Die Burgkapelle und der Fallturm sind kostenlos zugänglich, bieten aber nur eingeschränkten Einblick in die historischen Räume.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Kunstinteressierte, da die Gemäldegalerien im Schloss hochwertige Werke der Spätgotik und des 19. Jahrhunderts zeigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Storchenturm

Der Storchenturm in Füssen zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist ein markantes Element der mittelalterlichen Schlossanlage „Hohes Schloss“. Errichtet auf dem Schlossberg, dominiert das Bauwerk das Stadtbild und zeugt noch heute von der strategischen und repräsentativen Bedeutung, die es einst als Residenz der Fürstbischöfe von Augsburg hatte. Die Anlage gilt als eine der am besten erhaltenen Burgen im bayerischen Allgäu und vereint profane Architektur mit wehrtechnischen Elementen.

Ursprünglich im Spätmittelalter erweitert, erhielt das Schloss unter Bischof Friedrich II. von Zollern seine prächtige Form als festes Burgschloss. Der Storchenturm selbst ist Teil der ehemaligen Befestigungsanlagen und ragt mit seiner Höhe über die Dächer der Umgebung. Über den Wehrgang, der von der Staatsgalerie aus betreten werden kann, gelangt man bis ins sechste Stockwerk des Turms. Von dort bieten sich Panoramablicke über die Stadt Füssen sowie das umliegende Füssener Land. Die klare Sicht macht deutlich, warum der Standort einst militärisch und politisch von großer Bedeutung war.

Ein weiterer Bestandteil der Schlossanlage ist die Veitskapelle, die als eine der höchstgelegenen Schlosskapellen Deutschlands gilt. Sie ist während der regulären Öffnungszeiten zugänglich und bildet einen Kontrast zur ehemaligen Funktion des benachbarten Fallturms, der als Verlies diente. Auch dieser Turm ist Teil der historischen Baustruktur und lädt zur Besichtigung ein. Während einige Räume wie der Rittersaal einer separaten Eintrittsgebühr bedürfen, sind der Turm und die Kapelle ohne zusätzliche Kosten zu erreichen.

Heute beherbergt das Hohe Schloss mehrere Museen, darunter die Städtische Galerie und die Staatsgalerie, die in den ehemaligen fürstbischöflichen Räumen untergebracht sind. Die Sammlungen umfassen Werke der Spätgotik, der Münchner Malerschule sowie bedeutende Glasgemälde. Zu den Highlights zählen unter anderem die Darstellungen des „Krieges“ und der „Pest“ sowie das Porträt Kaiser Maximilians I., der ein häufiger Gast in Füssen war. Die prachtvollen Architekturmalereien und die kunsthistorische Ausstattung machen die Schlossgalerien zu einem kulturellen Zentrum von regionaler und überregionaler Bedeutung.

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