Denkmal/Gedenkstätte

Leiberlstein

lustheim 1, 85764 Oberschleißheim

Highlights

  • Leiberlstein ist ein historischer Baukomplex in Oberschleißheim und Teil der Schlossanlage Schleißheim.
  • Das Schloss Lustheim wurde 1685 als Jagdschloss durch Kurfürst Max Emanuel errichtet.
  • Heute beherbergt Leiberlstein restaurierte Gartenarchitektur und kunsthistorische Fresken aus dem 17. Jahrhundert.

Tipps

  • Das barocke Schloss Lustheim liegt idyllisch am Wasser und ist ideal für einen Spaziergang in der Parkanlage.
  • In der Nähe befindet sich auch Schloss Schleißheim – beide Anlagen lassen sich gut kombinieren.
  • Die Deckenfresken im Festsaal sind kunsthistorisch bedeutend und zeigen die Göttin Diana.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Leiberlstein

Der Leiberlstein ist ein barockes Jagd- und Lustschlösschen in Oberschleißheim, das im engen Zusammenhang mit der Schlossanlage Schleißheim steht. Es wurde im Zuge der Hochzeit des Kurfürsten Max Emanuel mit der österreichischen Kaisertochter Maria Antonia errichtet und bildet heute einen integralen Bestandteil der kulturhistorischen Landschaft im Norden Münchens. Das Schloss wurde vom Architekten Henrico Zuccalli entworfen und zeigt klare Anleihen an italienische Casino-Bauten. Ursprünglich als Zentrum einer eigenständigen Gartenanlage konzipiert, fungiert es gleichzeitig als Aussichtspunkt in Richtung der umliegenden Jagdlandschaft.

Das Gebäude selbst überzeugt durch seine harmonische Proportionierung und die kunstvolle Innenausstattung. Der über zwei Geschosse reichende Festsaal bildet das Herzstück des Schlosses und vermittelt einen beeindruckenden Einblick in den barocken Prunk kurfürstlicher Repräsentation. Besonders sehenswert sind die Deckenfresken, die von Meistern wie Francesco Rosa und Giovanni Trubillio geschaffen wurden und die Göttin Diana sowie Szenen aus der Jagd mythologisch verherrlichen. Diese Fresken zählen zu den ersten profanen Deckengemälden in Bayern und sind bis heute weitgehend erhalten. Auch die ehemaligen Appartements der Kurfürstenfamilie mit ihren kunstvoll gestalteten Wänden und Friesen laden zur Besichtigung ein.

Ursprünglich sollte das Schloss durch großzügige Kolonnadenbauten in den Garten integriert werden, die als Orangerien und Festbereiche dienen sollten. Aufgrund bautechnischer Probleme wurden diese Baukörper jedoch nie vollendet und später abgebrochen. Heute besteht die Anlage aus dem zentralen Schlosskörper sowie zwei symmetrisch angeordneten Pavillons jenseits des Ringkanals, was der Anlage dennoch eine in sich geschlossene und ästhetisch überzeugende Form verleiht. Die umliegende Parkanlage lädt zu Spaziergängen ein und ergänzt das Ensemble landschaftlich und gärtnerisch harmonisch.

Das Schloss Lustheim ist über die S-Bahn von München aus gut zu erreichen, etwa mit der Linie S1 bis zur Haltestelle Oberschleißheim. Von dort führen Fußwege sowie Buslinien direkt zu den Schlossanlagen. Auch mit dem Fahrrad lässt sich das Schloss über den Ammer-Amper-Radweg bequem ansteuern. Aufgrund seiner zentralen Lage innerhalb der Schlossanlage Schleißheim und seiner kunsthistorischen Bedeutung ist das Schloss ein lohnenswertes Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Naturliebhaber gleichermaßen.

Mit einer Vielzahl an positiven Bewertungen zählt das Schloss zu den besonders beliebten Kulturorten in der Region München. Die gepflegte Anlage, die beeindruckende Architektur und die kunstvollen Fresken im barocken Stil machen den Leiberlstein zu einem kulturellen Juwel in Oberschleißheim. Besucher finden hier nicht nur Ruhe und Erholung, sondern auch einen spannenden Einblick in die kurfürstliche Lebenswelt des 17. Jahrhunderts.

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