Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Lustheim

lustheim 1, 85764 Oberschleißheim-Lustheim

Highlights

  • Schloss Lustheim entstand 1684 als Jagd- und Gartenschloss für Kurfürst Max Emanuel.
  • Das Schloss wurde vom Architekten Henrico Zuccalli im Auftrag der Hochzeit mit Maria Antonia erbaut.
  • Bedeutende Deckenfresken schmücken den Festsaal und verherrlichen die Göttin Diana.

Tipps

  • Das barocke Jagdschloss Lustheim liegt idyllisch am Wasser und ist ideal für einen Spaziergang in der gepflegten Parkanlage.
  • Die Deckenfresken im Festsaal und den kurfürstlichen Appartements sind kunsthistorisch bedeutend und zeigen Motive der Göttin Diana.
  • Nur wenige Meter entfernt befindet sich auch das Neue Schloss Schleißheim – ein lohnenswerter Tagesausflug in barocke Pracht.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Lustheim

Das Schloss Lustheim in Oberschleißheim-Lustheim ist ein barockes Jagd- und Lustschloss, das im Auftrag des Kurfürsten Max Emanuel errichtet wurde. Es entstand im Zuge der umfangreichen Anlage der Schlossanlage Schleißheim und wurde vom Architekten Henrico Zuccalli entworfen. Das Bauwerk wurde strategisch in die Mittelachse des Alten Schlosses platziert und sollte ursprünglich als Zentrum einer eigenständigen Gartenanlage dienen. Inspiriert von italienischen Casino-Bauten des 16. Jahrhunderts, zeigt das Schloss sowohl architektonische Eleganz als auch eine klare geometrische Ausrichtung innerhalb des barocken Gartenentwurfs.

Das Gebäude erstreckt sich über mehrere Geschosse, wobei der zweistöckige Festsaal im Zentrum der Anlage steht. Von hier aus gelangt man in die Appartements des Kurfürsten und der Kurfürstin. Im Obergeschoss befanden sich ehemals Wohnräume für das Gefolge, während sich im Keller die Küchen- und Gesindeträume befanden. Besondere Aufmerksamkeit galt einem kleinen Aussichtssaal im Dachgeschoss, der weite Ausblicke in die umliegende Landschaft ermöglichte. Die Deckenfresken im Festsaal und in den kurfürstlichen Räumen zählen zu den ersten profanen Wand- und Deckenmalereien Bayerns und wurden von den Künstlern Francesco Rosa, Giovanni Trubillio und Johann Anton Gumpp geschaffen. Sie zeigen Motive der Göttin Diana und unterstreichen den jagdlichen Charakter des Schlosses.

Ursprünglich war geplant, das Schloss durch kolonnadenartige Zirkelbauten im Osten mit Pavillons im Norden und Süden zu verbinden. Diese Anlage hätte dem Schloss den Charakter eines Orangerieschlosses verliehen. Aufgrund bautechnischer Probleme und finanzieller Schwierigkeiten wurden diese Bauwerke jedoch nie vollendet und später abgebrochen. Heute besteht die Anlage aus dem zentralen Schlosskörper sowie den beiden symmetrisch angeordneten Pavillons jenseits des Ringkanals, was trotz des historischen Bauscheiters eine in sich geschlossene Einheit ergibt.

Die Schlossanlage ist Teil der größeren barocken Schlosslandschaft Schleißheim und liegt östlich des Neuen Schlosses. Die Parkanlage rund um das Schloss ist sorgfältig gestaltet und lädt zu Spaziergängen ein. Besucher berichten von der beeindruckenden Architektur des Gebäudes sowie von der gepflegten Umgebung, die durch Brunnen und kunstvolle Gartenanlagen ergänzt wird. Die Anbindung an den Ammer-Amper-Radweg erlaubt zudem eine touristische Verknüpfung mit weiteren Kulturorten in der Region.

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