Museum

Station 5 - Weg der Geschichte Geretsried Süd

Adalbert-Stifter-Straße 56, 82547 Geretsried

Highlights

  • Station 5 zeigt die historische Wiesenüberschreibung 1083: Bischof Norbert schenkte Geretsrieder Flächen dem Kloster Habach.
  • Die Gemeindegründung 1950 und Stadterhebung 1970 markieren Meilensteine der lokalen Verwaltungsgeschichte in Geretsried.
  • Archivforschung und Urkunden belegen die Entwicklung von Geretsrieds Landschaft und Siedlungsstruktur seit dem Mittelalter.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt historische Entwicklungen Geretsrieds durch originale Dokumente und archivierte Unterlagen aus lokalen und staatlichen Beständen.
  • Ein besonderer Fokus liegt auf der historischen Bedeutung des Ortsnamens sowie der frühen Besiedlung und Verleihung von Grundbesitz durch kirchliche Institutionen.
  • Die Präsentation verbindet archäologische Funde mit der Industrialisierung und dem Strukturwandel, insbesondere durch den ehemaligen Kiesabbau und die Gewerbegebietsentwicklung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturmuseum Geretsried: Station 5 – Weg der Geschichte Süd

Die Station 5 – Weg der Geschichte Geretsried Süd lädt Besucher:innen zu einer spannenden Zeitreise durch die lokale Geschichte ein. Auf diesem Abschnitt des Wegs der Geschichte werden zentrale Entwicklungen der Region zwischen Tradition und Moderne greifbar. Besonders prägend war die Erhebung Geretsrieds zur Stadt im Jahr 1970, ein Meilenstein, der den Weg von einer kleinen Gemeinde zu einer dynamischen Ortschaft markierte. Die Station beleuchtet dabei die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die diesen Wandel begleiteten.

Ein zentraler Fokus liegt auf der frühen Besiedlung und Nutzung der Region. Bereits im Jahr 1083 übertrug Bischof Norbert von Hohnwart dem Kloster Habach „die besten Wiesen zu Gerratesried“ aus seinem Familienbesitz – ein frühes Zeugnis der Verbindung zwischen Kirche und lokaler Landnutzung. Diese historischen Wurzeln sind bis heute in der Landschaft und der kulturellen Identität Geretsrieds spürbar. Die Station verbindet archivalische Funde mit topografischen Hinweisen, um diese frühe Phase lebendig werden zu lassen.

Die Industrialisierung und die Nachkriegszeit prägten Geretsried Süd nachhaltig. Im Zuge des Kiesabbaus in den 1950er Jahren entstand eine Fläche, die später renaturiert und zu einem modernen Gewerbegebiet umgestaltet wurde. Diese Entwicklung steht exemplarisch für den Spannungsbogen zwischen Natur und Wirtschaft, der die Region bis heute charakterisiert. Die Station zeigt, wie aus ehemaligen Abbaugebieten neue Lebensräume und Arbeitsplätze entstanden – ein Beispiel für nachhaltige Transformation.

Der Weg der Geschichte wurde durch den Arbeitskreis Historisches Geretsried konzipiert, der jahrzehntelang in Archiven und auf historischen Stätten recherchierte. Mithilfe von Urkunden, Plänen und lokalen Quellen gelingt es, die Vergangenheit nicht nur als trockene Fakten, sondern als lebendiges Erbe zu vermitteln. Besonders die Verbindung von Alltagsgeschichte und prägenden Ereignissen macht diesen Abschnitt zu einem einzigartigen Lernort für Groß und Klein.

Wer den Weg der Geschichte Geretsried Süd erkundet, erhält nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch ein Verständnis dafür, wie aus historischen Wurzeln die heutige Stadtlandschaft gewachsen ist. Die Station ist damit mehr als ein Museum – sie ist ein Stück lebendige Regionalgeschichte, das zum Verweilen und Entdecken einlädt.

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