Annie Höxter geb. Bos
Highlights
- Annie Höxter geb. Bos lebte im Hamburger Kloster St. Johannis.
- Das Kloster wurde 1246 von Gräfin Heilwig gegründet.
- Heute ist es ein Damenstift für ältere Frauen.
Tipps
- Das Kloster St. Johannis in Hamburg ist ein Damenstift für alleinstehende Frauen ab 60 Jahren mit eigenem Wohnraum und Gemeinschaftsbereichen.
- Die Heizkosten können aufgrund fehlender Thermofenster und hoher Decken sehr hoch sein.
- Das Gelände bietet wenig Sichtschutz, da keine Bäume vor den Fenstern vorhanden sind.
Eigenschaften
Über Annie Höxter geb. Bos
Das Damenstift Kloster St. Johannis in Hamburg ist ein historisches Gebäude mit einer über 700-jährigen Tradition und zählt heute zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Stadt. Ursprünglich im Mittelalter als Kloster gegründet, hat sich die Einrichtung im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und dient heute als Wohnstätte für ältere, alleinstehende Damen im Alter zwischen 60 und 75 Jahren. Die Gemeinschaft lebt in einer ausgewogenen Mischung aus privater Rückzugsmöglichkeit und gemeinschaftlichem Miteinander, was den Charakter eines modernen Klosterlebens prägt.
Die Anfänge des Klosters reichen zurück in das 13. Jahrhundert, als Graf Adolf IV. von Schauenburg die Gründung des Dominikanerklosters St. Johannis veranlasste. Später wurde es durch das Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude beeinflusst, das von Gräfin Heilwig gegründet worden war. Im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert erfolgte der Übergang der Klosteranlage an die konvertierten Nonnen, wodurch die Tradition des Damenstifts begründet wurde. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude in der Nähe der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße rund 70 Bewohnerinnen, die in einem liebevoll erhaltenen Ambiente leben.
Das Stift ist kein klassisches Seniorenheim, sondern bietet individuelle Wohnräume in einem geschichtsträchtigen Umfeld. Die Bewohnerinnen genießen ein hohes Maß an Selbstständigkeit, werden aber durch ein engagiertes Gemeinschaftsleben miteinander und mit der Nachbarschaft verbunden. Räume wie der Klostersaal, der Wintergarten und die Bibliothek dienen als Orte für kulturelle Veranstaltungen, Lesungen, musikalische Darbietungen und gemeinsame Feste. Die Aufnahme erfolgt nach einem persönlichen Gespräch mit der Domina, der Vorsteherin des Hauses, und richtet sich nach einem festgelegten Aufnahmeverfahren.
Das Kloster St. Johannis steht unter dem Patronat der beiden Hamburger Bürgermeister und wird durch Spenden, Kredite und die gemeinnützige Stiftung Kloster St. Johannis finanziert. Der Erhalt des historischen Gebäudes mit seinen hohen Decken und den originalen Bauteilen ist mit hohen Kosten verbunden, weshalb die Finanzierung des laufenden Betriebs und der Sanierungsmaßnahmen aufwendig ist. Dennoch ist das Stift ein lebendiges Zeugnis mittelalterlicher Klostergeschichte und ein Ort der Ruhe und Gemeinschaft mitten im urbanen Hamburg.