Denkmal/Gedenkstätte

Maria Kleeberg

30173 Hannover

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Maria Kleeberg Hannover

Die Maria Kleeberg in Hannover ist eine bedeutende Persönlichkeit, die durch ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Erinnerungskultur bekannt wurde. Als Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin hat sie maßgeblich dazu beigetragen, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig zu erhalten. Ruth Gröne, geborene Ruth Ester Julie Kleeberg, kam in Hannover zur Welt und erlebte dort ihre Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ihre Familie lebte in Hannover in sogenannten „nichtprivilegierten Mischehen“, da ihr Vater jüdischer Herkunft war und ihre Mutter aus einer christlichen Familie stammte. Ihr Vater, Erich Kleeberg, arbeitete zunächst im Kaufhaus Lindemann, wurde jedoch im Zuge der Arisierungen entlassen. Die Familie zog innerhalb der Stadt mehrfach um, bevor sie in ein Haus in der Wißmannstraße einzogen, in dem ausschließlich jüdische Mieter lebten. Ruth Kleebergs Vater wurde dort Hausmeister, was der Familie wieder ein festes Einkommen ermöglichte.

Die Kindheit von Ruth Kleeberg wurde maßgeblich von den zunehmenden Repressionen gegen die jüdische Bevölkerung geprägt. Besonders die sogenannte „Reichskristallnacht“ hinterließ tiefe Spuren. Obwohl die Familie durch eine Gütertrennung ihre Wohnung vor völliger Durchsuchung und Plünderung schützen konnte, wurden wertvolle Gegenstände wie Schmuck, ein Fotoapparat und ein Radio von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Diese Ereignisse prägten das Leben der jungen Ruth nachhaltig und formten ihr späteres Engagement für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich Ruth Kleeberg in Hannover für die Erinnerung an die Opfer des Holocaust ein. Sie engagierte sich langjährig in verschiedenen Projekten der Erinnerungskultur und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Ihre persönlichen Erfahrungen und ihr Wissen um die Geschichte ihrer Familie trugen dazu bei, das Bewusstsein für die Verfolgung der Juden in Hannover und darüber hinaus zu schärfen. Heute steht ihr Name exemplarisch für das Engagement gegen das Vergessen und für die Wahrung der Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft.

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