Martha Gumpert
Highlights
- In Hannover wurden seit 2007 rund 467 Stolpersteine an etwa 170 Standorten verlegt.
- Ein Stolperstein erinnert in der Altstadt an Herschel Grynszpan, der hier zuletzt lebte.
- Die Gedenksteine sind vor den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer im Bürgersteig eingelassen.
Tipps
- Stolpersteine befinden sich vor den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer, meist im Bürgersteig.
- Das Historische Museum Hannover steht an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses der Familie Grynszpan.
- Die Gedenksteine sind in den Stadtbezirken auf Straßen und Plätzen verteilt, teilweise barrierefrei beschildert.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Martha Gumpert in Hannover entdecken
Der Stolperstein für Martha Gumpert ist ein bewegendes Denkmal in Hannover, das an das Schicksal einer unschuldigen Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Im Rahmen des internationalen Kunst- und Gedenkprojekts „Stolpersteine“ von Gunter Demnig wurde dieser Gedenkstein vor dem letzten, oft nicht selbst bestimmten Wohnsitz von Martha Gumpert verlegt. Die Initiative will das Erinnern an die jüdische Bevölkerung und andere Opfergruppen des NS-Regimes in das alltägliche Straßenbild integrieren. Martha Gumpert war Teil der jüdischen Gemeinschaft in Hannover, bevor sie während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deportiert und ermordet wurde. Ihr Stolperstein trägt ihren Namen sowie Angaben zu ihrem Lebensalter und ihrem Schicksal. Diese kleinen Gedenktafeln aus Beton mit einer Messingplatte dienen nicht nur als Mahnmal, sondern machen die Geschichte unmittelbar erfahrbar – direkt vor den Häusern, in denen die Betroffenen einst lebten. Die Stadt Hannover beteiligt sich aktiv am Projekt und ermöglichte die Verlegung zahlreicher Stolpersteine an verschiedenen Standorten. In Hannover wurden bereits viele solcher Gedenksteine verlegt, verteilt auf rund 170 Orte innerhalb der Stadt. Die Steine sind in die Bürgersteige eingelassen und laden dazu ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte der Opfer auseinanderzusetzen. Die Stolpersteine in Hannover sind nach Stadtbezirken sortiert und chronologisch nach Verlegedatum sowie alphabetisch nach Namen aufgelistet. Informationen zu den einzelnen Personen und deren Lebensgeschichten sind über offizielle Portale der Stadt zugänglich. Sie bieten interessierten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich vertieft mit den Biografien der Opfer zu beschäftigen und so deren Erinnerung wachzuhalten.