Gestadebruch
Highlights
- Gestadebruch in Jockgrim entstand durch historische Stadtmauern und Festungsbauten aus dem 15. Jahrhundert.
- Die ehemalige Wohnung von Prof. Albert Haueisen liegt an der Spornspitze im Hinterstädtel.
- Der Lina-Sommer-Platz wurde 1927 als Geschenk anlässlich des 65. Geburtstags gestaltet.
Tipps
- Die alte Stadtmauer im Hinterstädtel lässt sich von einem Parkplatz aus gut betrachten und ist ein lohnenswerter Abstecher.
- Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer über den Fußweg „Woog“ bietet schöne Ausblicke und ist öffentlich zugänglich.
- Der Lina-Sommer-Platz im Hinterstädtel ist ein denkmalgeschützter Ortsteil mit historischem Flair, direkt an der Mauer gelegen.
Eigenschaften
Über Gestadebruch
Der Gestadebruch in Jockgrim zählt zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region und liegt im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Diese Stelle markiert den ehemaligen Stadtrand des bischöflichen Amtsstädtchens und bietet heute einen beeindruckenden Blick auf die gut erhaltene Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert. Die Mauer war einst Teil einer befestigten Anlage, die mit Wehrgängen, Türmen und einem umgebenden Graben ausgestattet war.
Im Bereich des Gestadebruchs befindet sich auch der sogenannte „Woog“, ein Fußweg entlang der Stadtmauer, der Besucher zu einem Spaziergang durch die historische Landschaft einlädt. Direkt gegenüber der Kirche im Hinterstädtel steht ein markantes Wohnhaus mit Glasurdachziegeln, das um die Jahrhundertwende von Ingenieur Eugen Haueisen entworfen wurde. In unmittelbarer Nähe erstrecken sich weitere kulturhistorische Punkte wie der Lina-Sommer-Platz, der 1927 als Geschenk anlässlich des 65. Geburtstags der Mutter des Schenkenden entstand.
Ein besonderer Ort innerhalb des Areals ist der Torberg, auch im Volksmund als „Dörleberg“ bekannt. Dieser steile Anstieg führte einst zum Osttor des Stadtgebietes und gewährt heute einen Panoramablick auf die umliegende Altstadt. Unterhalb des Torbergs verläuft der sogenannte „Wäschbach“, ein kleiner Bach, an dem früher die Einwohnerinnen ihre Wäsche wuschen. Diese idyllische Stelle unterstreicht den engen Bezug zur Alltagskultur vergangener Zeiten.
Der Gestadebruch ist überdies durch einen direkten Abgang vom ehemaligen Schlosstor erreichbar, der einen schönen Rundblick auf das ehemalige Tiefgestade und die Festungsanlage ermöglicht. Besucher berichten, dass die Aussicht von oben besonders eindrucksvoll sei und der Ort trotz seiner kulturellen Bedeutung wenig frequentiert wird – eine Tatsache, die viele als schade empfinden. Die Anlage ist öffentlich zugänglich und nicht an Öffnungszeiten gebunden.