Mattmecketal
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Mattmecketal in Kierspe schützt ein naturnahes Bachtal mit Erlen-Eschenwald und Feuchtgrünland.
- Es beherbergt standorttypische sowie teilweise gefährdete Pflanzen- und Tierarten.
- Das Gebiet umfasst etwa 12,77 Hektar und ist seit 2001 rechtlich geschützt.
Tipps
- Das Gelände ist besonders nass – feste Schuhe werden empfohlen.
- Ein Teil des Geländes ist dicht bewaldet; Orientierungssinn ist hilfreich.
- Teilweise steile Ufer erfordern Trittsicherheit.
Eigenschaften
Über Mattmecketal
Das Mattmecketal in Kierspe ist ein Naturschutzgebiet im Märkischen Kreis, das im Jahr 2001 rechtskräftig unter Schutz gestellt wurde. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 12,77 Hektar und zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen in Nordrhein-Westfalen. Das Gebiet umfasst ein naturnahes Bachtal, in dem die Gelmecke und ihre Nebenflüsse wie die Mattmecke durch feuchte und nasse Lebensräume geprägt sind.
Charakteristisch für das Mattmecketal sind seine vielfältigen Biotope, darunter Bach-Erlen-Eschenwälder, Erlensumpfwälder sowie Nass- und Feuchtgrünlandbereiche. Diese Lebensräume bieten spezifische Bedingungen für standorttypische und zum Teil gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Im Uferbereich wachsen alte, mehrstämmige Roterlen und Hainbuchen, begleitet von einer dichten Strauchschicht aus Faulbaum, Hasel und Weißdorn. Die Krautschicht ist artenreich und bedeckt nahezu vollständig den Boden. Teilweise wurden Bereiche mit Fichten aufgeforstet.
Entlang des naturnah fließenden Baches hat sich eine feuchte Hochstaudenflur entwickelt, die sich aus Mädesüßfluren, Waldsimsensümpfen und Binsensümpfen zusammensetzt. In diesen Bereichen wurden seltene Arten wie das Breitblättrige und das Gefleckte Knabenkraut nachgewiesen. Der Lebensraum wird durch einen Laubgehölzstreifen begrenzt. Zu den typischen Pflanzen des Gebiets gehören unter anderem der Adlerfarn, die Gewöhnliche Wald-Engelwurz, der Frauenfarn sowie verschiedene Sumpfpflanzen wie die Sumpf-Dotterblume und der Sumpf-Hornklee.
Das Mattmecketal ist nicht nur botanisch, sondern auch faunistisch bedeutsam. So gilt der Eisvogel als planungsrelevante Art, die vom Erhalt des Lebensraums profitiert. Die Vielfalt an Feuchtbiotopen trägt zur Erhaltung der regionalen Artenvielfalt bei und unterstreicht die Bedeutung des Gebiets im Landschaftsschutz. Als geschütztes Biotop gemäß §42 des Bundesnaturschutzgesetzes wird das Mattmecketal langfristig für den Erhalt seiner natürlichen Strukturen und Prozesse gesichert.