Denkmal/Gedenkstätte

Malakoffturm

Am Schokoladenmuseum 1A Rheinufer, 50678 Köln

Highlights

  • Der Malakoffturm in Köln wurde von 1852 bis 1855 als Teil der Preußischen Rheinuferbefestigung erbaut.
  • Er diente ursprünglich als Torturm mit fortifikatorischer Funktion und später als Pumpwerk für eine Drehbrücke.
  • Heute beherbergt er ein Café und ist Standort der Hafenterrasse am Schokoladenmuseum.

Tipps

  • Der Malakoffturm wurde zwischen 1852 und 1855 als Teil der preußischen Rheinuferbefestigung erbaut und dient heute unter anderem als Café mit Biergarten.
  • Direkt am Schokoladenmuseum gelegen, bietet der Biergarten des Malakoffturms eine ruhige Atmosphäre, allerdings gibt es vor Ort kein Restaurantangebot.
  • Während des Besuchs kann man Getränke im Biergarten genießen, Essen ist nicht vor Ort erhältlich, jedoch darf man Snacks aus der angrenzenden Imbissbude mitbringen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Malakoffturm

Der Malakoffturm in Köln ist ein geschichtsträchtiges Bauwerk und zeugt von der militärischen Vergangenheit der Stadt. Errichtet zwischen den Jahren 1852 und 1855, entstand der Turm im Zuge des Ausbaus der preußischen Rheinuferbefestigung. Ursprünglich als Teil einer fortifikatorischen Anlage an der nördlichen Spitze des ehemaligen Hafenbeckens geplant, diente er als Torturm und offene Batterie. Die Planung stammte vom Ingenieur-Oberst Carl Schnitzler, während der städtische Baumeister Bernhard Harperath die Bauleitung übernahm. Der Turm verlor jedoch bereits nach wenigen Jahrzehnten seine militärische Funktion, als die strategischen Anforderungen sich wandelten und die Festungsanlagen nicht länger benötigt wurden.

Mit dem Umbau des Areals zum Rheinauhafen Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich auch die Rolle des Malakoffturms. Er wurde zur Pumpstation umfunktioniert, die eine hydraulische Druckwasserpumpe für den Betrieb der angrenzenden Drehbrücke beherbergte. Diese Brücke verband den Rheinauhafen mit dem Holzmarkt und wurde durch eine unterirdische Rohrleitung mit der im Turm untergebrachten Pumpenanlage versorgt. Die Technik ermöglichte es, die schwere Brückenkonstruktion von 420 Tonnen zu bewegen. Erst 1986 erfolgte eine umfassende Sanierung der Anlage, die bis heute erhalten geblieben ist.

Heute beherbergt der Malakoffturm in Köln eine gastronomische Einrichtung: die Hafenterrasse am Schokoladenmuseum. Diese Terrasse mit Biergartencharakter ist besonders bei Einheimischen und Touristen beliebt, nicht zuletzt wegen des attraktiven Blicks auf das benachbarte Schokoladenmuseum. Letzteres, ebenfalls in historische Bausubstanz integriert, wurde 1993 eröffnet und ist über die Drehbrücke zu erreichen. Der Malakoffturm selbst steht unter Denkmalschutz und befindet sich im Besitz der Imhoff-Stiftung. Mit seinen vier Etagen und der ursprünglichen Funktion als militärische Verteidigungsanlage sowie später als technisches Bauwerk verkörpert er einen bemerkenswerten Abschnitt der Kölner Stadtgeschichte.

Der Name „Malakoffturm“ leitet sich von der russischen Festung Malakow ab, die während des Krimkriegs eine wichtige Rolle spielte. Die Namensgebung erfolgte bereits kurz nach der Fertigstellung des Turms. Südwestlich des Malakoffturms erinnert zudem das Standbild „Tauzieher“, das 1911 aufgestellt wurde, an die historische Bedeutung des Ortes. Insgesamt ist der Malakoffturm ein kulturhistorischer Anziehungspunkt, der Besucher gleichermaßen durch seine Architektur, seine Funktion als Biergarten und seine Aussicht auf das Rheinauhafengebiet begeistert.

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