Kirche/Kloster

St. Maria Lyskirchen

An Lyskirchen 10, 50676 Köln

Highlights

  • St. Maria in Lyskirchen ist die kleinste der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln.
  • Die Kirche entstand zwischen 1198 und 1225 als dreischiffige Emporenbasilika.
  • Sie ist die einzige kölnische Kirche mit vollständig erhaltenen mittelalterlichen Deckengewölben aus dem 13. Jahrhundert.

Tipps

  • Besonders sehenswert sind die erhaltenen Deckengemälde aus dem 13. Jahrhundert im Langhaus und den Chorkapellen.
  • In der Advents- und Weihnachtszeit wird eine sogenannte Milieukrippe aufgebaut, die kunstvoll gestaltet ist.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Maria Lyskirchen

St. Maria Lyskirchen zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen der Kölner Innenstadt und ist mit ihrem bescheidenen Bauvolumen die kleinste unter ihnen. Die römisch-katholische Pfarrkirche im Stadtteil Altstadt-Süd entstand zwischen Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts als dreischiffige Emporenbasilika und orientierte sich in ihrer Architektur an St. Kunibert. Auffällig ist der leicht irreguläre Grundriss sowie der ursprünglich geplante, aber nie vollendete zweitürmige Ostbau. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Kirche im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb und somit ihre historischen Deckengewölbe mit mittelalterlichen Fresken aus dem 13. Jahrhundert bewahren konnte – in der Kölner Innenstadt.

Die Fresken im Langhausgewölbe gehören zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnissen mittelalterlicher Kirchenmalerei in Köln. Sie zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, die in erzählerischer Reihenfolge von Ost nach West angeordnet sind und dabei alttestamentarische Motive als Vorahnungen neuer testamentarischer Ereignisse verstehen. Ergänzt werden diese Malereien durch Ausmalungen in den Chorkapellen, die das Leben der Heiligen Nikolaus und Katharina von Alexandrien darstellen. Diese farbige Ausstattung vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck von der ursprünglichen Pracht romanischer Kirchenräume.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im 10. Jahrhundert wird an dieser Stelle eine Marienkapelle urkundlich erwähnt, die möglicherweise einer Familie namens Lisolvus oder Lysolfus gehörte. Aus „Lisolfikyrken“ entwickelte sich im Laufe der Zeit der Name „Lyskirchen“. Die Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, unter anderem im 16. und 17. Jahrhundert, wobei gotisierende Elemente hinzugefügt wurden. Besonders markant ist die Hochwassermark einer Eisflut am Westportal, die an die nahe Lage zum Rhein erinnert und die Kirche im Laufe ihrer Geschichte immer wieder beeinflusste.

Heute ist St. Maria Lyskirchen nicht nur ein sakraler Ort mit kulturhistorischem Wert, sondern auch ein aktiver Gemeindeort. Die Kirche beherbergt vielfältige Angebote zur Heiligen Schrift und engagiert sich in gemeindecaritativen Projekten, insbesondere für Wohnungslose. Während der Advents- und Weihnachtszeit wird eine sogenannte Milieukrippe aufgebaut, die in ihrer Gestaltung und Aussagekraft besonders geschätzt wird. Die Kirche lädt mit ihrer ruhigen Atmosphäre und dem erhaltenen mittelalterlichen Schmuck zu einer besinnlichen Auseinandersetzung mit Geschichte und Glauben ein.

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