Memorial " This Pain Affects All Of Us "
Highlights
- Das Genozid-Mahnmal in Köln erinnert an den Völkermord an den Armeniern und die deutsche Beteiligung.
- Die Stadt Köln ließ das Mahnmal 2018 wegen fehlender Genehmigung und Konfliktpotenzial abreißen.
- Initiativen fordern die Wiedererrichtung des Mahnmals als Zeichen gegen Rassismus und Vergessen.
Tipps
- Das Mahnmal erinnert in mehreren Sprachen an den Völkermord an den Armeniern und die deutsche Beteiligung.
- Es steht an der Hohenzollernbrücke, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II.
- Der Besuch bietet Gelegenheit, sich mit der Geschichte und Gegenwart von Völkermord auseinanderzusetzen.
Eigenschaften
Köln: Ausflug zum Kulturdenkmal "This Pain Affects All Of Us
Das Mahnmal „This Pain Affects All Of Us“ in Köln erinnert eindringlich an den Völkermord an den Armeniern zwischen 1915 und 1918 im Osmanischen Reich. Es wurde 2018 im Anschluss an eine Gedenkveranstaltung der Initiative „Völkermord erinnern“ an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke enthüllt. Die zentrale Botschaft des Mahnmals ist nicht nur die Erinnerung an das historische Unrecht, sondern auch ein Appell, Rassismus und Nationalismus als Ursachen solcher Verbrechen entschieden entgegenzutreten. Besondere Bedeutung kommt dabei der deutschen Beteiligung am Geschehen zu, die im Text des Mahnmals thematisiert wird.
Die Inschrift des Mahnmals ist in vier Sprachen verfasst – Deutsch, Englisch, Armenisch und Türkisch – und verdeutlicht damit die internationale Relevanz des Gedenkens. Die Formulierung „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ unterstreicht, dass die Erinnerung an den Genozid eine gemeinsame Verantwortung darstellt. Das Mahnmal steht symbolisch gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., der als deutscher Kaiser nicht nur Verantwortung für frühere Kolonialverbrechen trug, sondern auch die osmanische Regierung während des Genozids unterstützte.
Trotz seiner tiefen kulturellen und historischen Bedeutung wurde das Mahnmal kurz nach seiner Errichtung wieder abgebaut. Die Stadt Köln begründete dies mit fehlender Genehmigung sowie potenziellen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem internationalen Gedenktag am 24. April. Kritiker sehen darin ein erinnerungspolitisches Defizit und fordern die dauerhafte Wiedererrichtung. Zahlreiche Persönlichkeiten und Organisationen haben sich seither als Unterstützer des Mahnmals engagiert und betont, dass das Gedenken an den Völkermord an den Armeniern Teil einer lebendigen Demokratie sein muss.
Jährlich finden am Mahnmal Gedenkveranstaltungen statt, bei denen unter anderem Blumen niedergelegt und Vorträge zu aktuellen Aspekten der Erinnerungspolitik gehalten werden. Der Chor der Armenischen Gemeinde Köln sowie Vertreter verschiedener Initiativen und Wissenschaftler beteiligen sich daran. Diese Zusammenkünfte unterstreichen die Bedeutung des Ortes als zentraler Erinnerungsort in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt. Das Mahnmal gilt nicht nur als Zeugnis der Vergangenheit, sondern auch als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft.
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Häufige Fragen zu Memorial " This Pain Affects All Of Us "
Warum wurde das Genozid-Mahnmal in Köln errichtet?
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Wo wurde das Mahnmal in Köln aufgestellt?
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Warum wurde das Mahnmal wieder entfernt?
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Wie reagierte die Initiative auf die Entfernung?
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Welche Bedeutung hat der 24. April im Zusammenhang mit dem Mahnmal?
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