Wanderweg

FEMO Rieseberg

38154 Königslutter am Elm

Highlights

  • Rieseberg ist ein Stadtteil von Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt, Niedersachsen.
  • Der Ort ist bekannt für die 1933 begangenen Rieseberg-Morde, bei denen elf politische Gegner von der SS ermordet wurden.
  • Heute beherbergt Rieseberg Naturschutzgebiete wie den gleichnamigen Berg und das Rieseberger Moor.

Tipps

  • Der ehemalige Schachturm bietet über die versiegelten Schachtröhren einen interessanten Blick auf die Umgebung sowie auf den Elm und die A2.
  • Auf dem Weg zur nahegelegenen Halde kann man Alpaka auf einer Weide entdecken und bei gutem Wetter die Großsteingräber in der Nähe von Groß Steinum erreichen.
  • Die historische Kirche von 1585 ist Teil der Propstei Königslutter und steht exemplarisch für die lutherische Tradition der Region.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Über FEMO Rieseberg

Der FEMO Rieseberg befindet sich im Ortsteil Rieseberg der Stadt Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt, Niedersachsen. Diese Erhebung mit einer Höhe von 158 Meter über NHN besteht aus Muschelkalk und ist seit 1983 unter Naturschutz gestellt. Der Berg ist von einem Laubmischwald bedeckt, in dem aufgrund des kalkhaltigen Bodens verschiedene kalkliebende Pflanzenarten, darunter auch Orchideen, gedeihen. Der Name Rieseberg geht auf eine alte Bezeichnung für „riesigen Berg“ zurück und wurde erstmals im Jahr 1344 urkundlich erwähnt.

Der FEMO Rieseberg ist Teil des Erlebnispfades, den der Verein „Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen“ (FEMO) eingerichtet hat. Der Ausgangspunkt des Weges liegt am Parkplatz beim Sportplatz. Wanderer erreichen auf diesem Weg nicht nur die ehemalige Schachtanlage eines stillgelegten Kalibergwerks aus den 1960er Jahren, sondern auch eine Aussichtsplattform. Von dort aus bieten sich Panoramablicke in Richtung Elm sowie auf die umliegenden Regionen, darunter auch die Autobahn A2 und die Orte Uhry, Rhode und Rennau. Zwei versiegelte Schachtröhren zeugen noch heute von der ehemaligen Bergbauaktivität vor Ort.

Die Geschichte des Ortes ist geprägt von Ereignissen der nationalsozialistischen Zeit. 1933 ermordete die SS elf politische Gegner, darunter Angehörige der SPD und KPD, in der Nähe des Rieseberger Moores. Diese Taten wurden später als Rieseberg-Morde bekannt. Der damalige „Pappelhof“, heute im Privateigentum, war der Tatort und später ein Ferienheim für Arbeiterkinder. Im Jahr 1959 wurde dort ein Jugendheim des Deutschen Gewerkschaftsbundes eröffnet. Rieseberg wurde 1974 in die Stadt Königslutter am Elm eingemeindet.

Im Südosten des Riesebergs erstreckt sich das benachbarte Naturschutzgebiet Rieseberger Moor. Es handelt sich um ein gut erhaltenes Niedermoor mit Ansätzen zum Hochmoor, das seit dem 7. Jahrtausend v. Chr. entstand. Die Torfschichten sind bis zu zwei Meter mächtig. Das Moor wurde bis in die 1950er Jahre wirtschaftlich genutzt, unter anderem für die Gewinnung von Moorsole. Heute dient es als wichtiger Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten und ergänzt das Landschaftsbild rund um den FEMO Rieseberg.

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