Kirche/Kloster

Ruine Kloster Schwarzenbroich

52249 Eschweiler

Highlights

  • 1802 aufgelöst, diente das Gelände später als Alaun- und Vitriolfabrik, was 1835 zu einem Großbrand führte.
  • Führungen finden von Oktober 2026 bis April 2027 statt, Treffpunkt ist der Parkplatz Drei Eichen.

Tipps

  • Die Ruine ist besonders im Winter oder Herbst zu empfehlen, da die Vegetation weniger dicht ist und der Zugang einfacher möglich wird.
  • Für Führungen im Zeitraum Oktober 2026 bis April 2027 ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail erforderlich. Treffpunkt ist der Parkplatz Drei Eichen.
  • Das Gelände ist teilweise überwachsen und schlecht begehbar – geeignete Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ruine Kloster Schwarzenbroich

Die Ruine Kloster Schwarzenbroich liegt im Meroder Wald nahe Eschweiler in der Städteregion Aachen und zählt zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Das ehemalige Kloster wurde im 14. Jahrhundert vom Kreuzherrenorden errichtet und entwickelte sich zu einer der ersten prachtvollen Klosteranlagen dieses Ordens im Rheinland. Ursprünglich umfasste die Anlage einen großzügigen Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen, einen zweigeschossigen Konventsbau sowie eine Kirche, die nicht nur den Ordensbrüdern als Grablege diente, sondern auch Angehörigen der Stifterfamilie Merode.

Nach seiner Auflösung im Zuge der Säkularisierung wurde das Gelände verkauft und in der Folgezeit unter anderem als Alaun- und Vitriolfabrik genutzt. Diese industrielle Nutzung führte Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Großbrand, der weite Teile der Klostergebäude zerstörte. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts dienten die Überreste der Anlage unterschiedlichen Zwecken: Während des Zweiten Weltkriegs nutzten beide Kriegsparteien die Gewölbe als Schutzräume. Danach geriet das Gelände zunehmend in Verfall, und heute sind die Ruinen zum Teil vom Wald und von Efeu überwuchert.

Die ursprüngliche räumliche Gliederung der Klosteranlage ist bis heute erkennbar, wenngleich der Zustand der Bausubstanz kritisch ist. Aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit und des dringenden Erhaltungsbedarfs wurde 2023 der Förderverein der Klosterruine Schwarzenbroich im Meroder Wald e. V. gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Ruine langfristig zu erhalten und ihre Geschichte zu vermitteln. Gelegentlich werden Führungen angeboten, die über die Anmeldung beim Verein zu buchen sind.

Die Ruine liegt abseits der üblichen touristischen Wege und erfordert einiges an Ausdauer bei der Anreise, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Besucher berichten von einer idyllischen, aber mitunter auch von dichter Vegetation geprägten Umgebung, die besonders im Winter einen eindrucksvollen Anblick bietet. Die Sage um die Gründung des Klosters durch Werner von Merode verweist auf die Erscheinung des heiligen Matthias im nahegelegenen Matthiastal und verbindet die Anlage mit regionalen Pilgerwegen sowie historischen Handelsrouten.

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