Apelstein Nr. 5
Highlights
- Apelstein Nr. 5 erinnert an die Schlacht bei Wachau (16. Jahrhundert) und ehrt verbündete Truppen im Russisch-Preußischen Denkmal bei Großpösna.
- Theodor Apel schuf 44 Steine ab den 1860ern – der letzte Apelstein wurde 2000 gesetzt, finanziert durch Spenden und eigene Mittel.
Tipps
- Ein barrierefreier Zugang zum Denkmal wird durch eine ebenerdige Fläche ermöglicht, sodass der Stein ohne Hindernisse besichtigt werden kann.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Apelstein Nr. 5 Leipzig
Der Apelstein Nr. 5 in Leipzig gehört zu einer einzigartigen Reihe von 50 Gedenksteinen, die der Leipziger Kaufmann und Mäzen Theodor Apel in den 1860er Jahren initiierte. Mit eigenen Mitteln und durch Spenden ließ er die Steine im Umland von Leipzig errichten, um an historische Schlachten und Ereignisse der napoleonischen Zeit zu erinnern. Nach Apels Tod wurden noch sechs weitere Steine hinzugefügt, darunter auch dieser, der bis ins Jahr 2000 gesetzt wurde.
Der Apelstein Nr. 5 befindet sich in der Nähe von Liebertwolkwitz, einem Ortsteil mit tiefen historischen Wurzeln. Er erinnert an die Schlacht bei Wachau aus dem Jahr 1813, einem entscheidenden Gefecht der Befreiungskriege gegen Napoleon. Die Inschrift auf dem Stein weist auf die verbündeten Truppen hin, die hier gegen die französischen Truppen kämpften. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung zu anderen Apelsteinen in der Region, etwa dem Russisch-Preußischen Denkmal bei Großpösna, das ebenfalls an die Zusammenarbeit der europäischen Mächte erinnert.
Die Apelsteine sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch Symbole für das Engagement Apels, die Erinnerung an die napoleonischen Kriege lebendig zu halten. Sie stehen inmitten einer Landschaft, die bis heute von der Geschichte geprägt ist. Besonders interessant ist die Verbindung zu lokalen Initiativen wie dem Verein für lebendige Geschichte Liebertwolkwitz, der sich der Erforschung und Vermittlung der Ortsgeschichte widmet. Der Verein setzt sich für ein barrierearmes Verständnis der Vergangenheit ein und zeigt, wie die Ereignisse vor über 200 Jahren bis heute nachwirken.
Für Geschichtsinteressierte und Neugierige bietet der Apelstein Nr. 5 eine Gelegenheit, sich mit den Schlachten und der europäischen Dimension der Befreiungskriege auseinanderzusetzen. Die Steine sind Teil eines Netzwerks, das die Bedeutung der Region für die Geschichte Deutschlands und Europas unterstreicht. Besonders die Nähe zu anderen historischen Orten wie dem Stiftsgut Liebertwolkwitz macht den Stein zu einem faszinierenden Ausflugsziel für alle, die sich für Kultur und Denkmalschutz begeistern.
Die Apelsteine sind ein Zeugnis des historischen Bewusstseins des 19. Jahrhunderts und zeigen, wie Privatpersonen und Vereine bis heute daran arbeiten, die Vergangenheit zu bewahren. Der Apelstein Nr. 5 in Leipzig steht dabei stellvertretend für eine Region, in der Geschichte lebendig bleibt – durch Denkmäler, Forschung und öffentliche Aufklärung.