Parks & Gärten

Auerwildschutzgebiet - Arber

94256 Drachselsried

Highlights

  • Der Kleine Arbersee ist ein eiszeitlich geprägter Kar- und Moränensee im Bayerischen Wald.
  • Er verfügt über drei schwimmende Inseln, sogenannte Schwingrasen, die unter Naturschutz stehen.
  • Das Auerwildschutzgebiet sichert Lebensräume für seltene Arten wie Auerhuhn und Biber.

Tipps

  • Der 1,5 km lange Rundweg um den Kleinen Arbersee ist nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet, da er teilweise uneben und steil verläuft.
  • Im Naturschutzgebiet gelten strenge Wegegebote – das Betreten der schwimmenden Inseln oder abseits der Wege ist nicht erlaubt.
  • Aufgrund des Borkenkäferbefalls sind große Waldflächen kahl gefallen; dennoch bleibt der See mit seinen Schwingrasen ein beeindruckendes Naturerlebnis.

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Auerwildschutzgebiet - Arber

Das Auerwildschutzgebiet am Arber liegt in der Gemeinde Drachselsried im Landkreis Regen in Bayern und zählt zu den besonderen Naturschutzgebieten des Bayerischen Waldes. Es erstreckt sich rund um den Kleinen Arbersee, einem eiszeitlich geprägten Kar- und Moränensee, der durch eine künstliche Aufstauung im 19. Jahrhundert seine heutige Größe erreicht hat. Mit einer Fläche von rund 8,56 Hektar ist der See ein wichtiges ökologisches Kleinod inmitten eines vom Borkenkäfer und Sturm geprägten Waldgebiets. Das Naturschutzgebiet wurde bereits in den 1950er Jahren ausgewiesen und später erweitert, um die einzigartige Flora und Fauna der Region langfristig zu schützen.

Besucher des Auerwildschutzgebiets können einen etwa 1,5 Kilometer langen Rundweg um den Kleinen Arbersee beschreiten, der sowohl Wanderer als auch Naturbeobachter gleichermaßen anspricht. Besonders faszinierend sind die sogenannten Schwingrasen – drei schwimmende Inseln, die sich auf dem See bewegen und von Moos, kleinen Bäumen und seltener Pflanzen bewachsen sind. Diese Inseln sind nicht nur selten, sondern auch besonders empfindlich, weshalb sie nicht betreten werden dürfen. Neben diesen natürlichen Besonderheiten bieten die Ufer des Sees auch Einblicke in die Geschichte der Region – so finden sich am Nordufer Spuren einer ehemaligen Glashütte.

Das Auerwildschutzgebiet beherbergt eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten, darunter der Fischotter, der Biber und das Auerhuhn, das dem Gebiet seinen Namen gab. Auch die seltene Sumpf-Weichorchis hat hier einen Lebensraum gefunden. Um die empfindliche Natur zu schützen, besteht im gesamten Gebiet ein striktes Wegegebot – Baden, Bootfahren und das Betreten der Inseln sind ausdrücklich untersagt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Ökosystem langfristig erhalten bleibt und auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit des Kleinen Arbersees erleben können.

Der Weg zum See ist über den Parkplatz Mooshütte gut zu erreichen und eignet sich für eine kurze, aber lohnenswerte Wanderung, die je nach Kondition individuell angepasst werden kann. Obwohl der Weg nicht vollständig barrierefrei ist, laden die atemberaubende Ruhe des Sees, der Blick auf die schwebenden Inseln und die umliegende Berglandschaft zu einem unvergesslichen Naturerlebnis ein. Besonders im Herbst zeigt sich die Landschaft in ihren schönsten Farben und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und fotografischen Momenten ein.

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