Denkmal/Gedenkstätte

Alfred Staats

Schillstraße 25, 38102 Braunschweig-Viewegs Garten-Bebelhof

Highlights

  • Alfred Staats engagierte sich ehrenamtlich in der Gedenkstätte Schillstraße in Braunschweig.
  • Er förderte die Aufarbeitung der NS-Geschichte und den Erhalt des Erinnerungsortes.
  • Sein Wirken stärkte die Bildungsarbeit vor Ort.

Tipps

  • Ein Besuch lohnt sich, um sich mit der NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen und Spuren in der Ortsgeschichte zu entdecken.
  • Das Gelände lädt zum Nachdenken ein, auch wenn die historischen Spuren heute schwer sichtbar sind.
  • Interessierte können im Offenen Archiv Recherchen zur NS-Zeit und deren Folgen einsehen und eigene Beiträge hinterlegen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Alfred Staats

Die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße, gelegen im Stadtteil Viewegs Garten-Bebelhof, erinnert eindrucksvoll an die Opfer des Nationalsozialismus in Braunschweig. In unmittelbarer Nähe zum heutigen Gedenkstättengelände befand sich ein ehemaliges Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme, in dem mehrere hundert Zwangsarbeiter*innen unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen wurden. Die Gedenkstätte ist ein zentraler Ort des Erinnerns und Lernens und wird von dem Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. getragen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Einrichtung ist das Offene Archiv „Braunschweig – eine Stadt in Deutschland erinnert sich“, das seit 1996 Bürger*innen, Schulklassen und Initiativen dazu einlädt, eigene Recherchen und Dokumente zur Zeit des Nationalsozialismus und seinen langanhaltenden Auswirkungen beizusteuern. Diese partizipative Form der Erinnerungskultur ermöglicht es Besucher*innen, sich aktiv mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Familiengeschichten zu erforschen. Die Gedenkstätte bietet zudem verschiedene Bildungsangebote wie Führungen, Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Aspekten der NS-Zeit.

Die Ortsgeschichte der Schillstraße ist geprägt von verschiedenen Erinnerungsschichten. Während des Nationalsozialismus war das Gelände Schauplatz unmenschlicher Verbrechen, heute jedoch befindet sich das ehemalige Lagergelände unter einem Einkaufszentrum samt Parkplatz. Die Gedenkstätte selbst liegt auf einem benachbarten Grundstück, das seinerseits eine eigene historische Belastung trägt: Es handelt sich um den Standort einer 1837 geweihten Gedenkstätte für den preußischen Offizier Ferdinand von Schill. Diese Überlagerung verschiedener Erinnerungsorte macht die Besonderheit und Komplexität des Ortes aus und fordert die Gedenkstättenarbeit vor besondere Herausforderungen.

Die Atmosphäre der Gedenkstätte lädt zum Verweilen und Nachdenken ein. Sie ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Raum, der Raum für emotionale Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bietet. Viele Besucher*innen beschreiben den Ort als wichtig, aber auch emotional herausfordernd. Die Spuren der Geschichte sind heute zwar nicht mehr physisch sichtbar, doch die Erinnerung an die Geschehnisse bleibt lebendig – unterstützt durch die engagierte Arbeit des Trägervereins und die aktive Teilhabe der Bürger*innen Braunschweigs.

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