Denkmal/Gedenkstätte

Arthur Schönlank

Schillstraße 25, 38102 Braunschweig-Viewegs Garten-Bebelhof

Highlights

  • Arthur Schönlank engagierte sich ehrenamtlich für die Gedenkstätte Schillstraße in Braunschweig.
  • Er förderte die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und den Erhalt des Erinnerungsortes.
  • Schönlank unterstützte Bildungsarbeit und öffentliche Veranstaltungen zur Geschichte des KZ-Außenlagers.

Tipps

  • Beim Besuch der Gedenkstätte Schillstraße in Braunschweig lohnt sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte im Kontext der NS-Zeit.
  • Das Gelände lädt zum Verweilen und Nachdenken ein, auch wenn heute nur noch wenige Spuren des ehemaligen KZ-Außenlagers vorhanden sind.
  • Im Offenen Archiv können Besucher*innen Dokumente und Recherchen zur NS-Zeit und ihren Folgen einsehen und eigene Beiträge hinterlegen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Arthur Schönlank

Die Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig-Viewegs Garten-Bebelhof erinnert eindringlich an die Opfer des Nationalsozialismus und die historischen Ereignisse, die hier während der NS-Zeit stattfanden. Das Gelände liegt im Stadtteil Bebelhof, im Kreis Lehndorf-Watenbüttel in Niedersachsen. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme, in dem mehrere hundert Zwangsarbeiter*innen unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Die meisten von ihnen waren polnische Juden, die aus dem Vernichtungslager Auschwitz deportiert worden waren, um für die Braunschweiger Firma Büssing Zwangsarbeit zu leisten.

Heute sind vom ehemaligen Lagergelände kaum noch sichtbare Spuren vorhanden. Das Areal wurde später überbaut, unter anderem mit einem Einkaufszentrum und einem Parkplatz. Die Gedenkstätte selbst befindet sich daher nicht direkt auf dem historischen Gelände, sondern auf einem benachbarten Grundstück, das ebenfalls eine eigene Erinnerungsgeschichte trägt: Es handelt sich um den Ort, an dem 1837 ein Denkmal für den preußischen Offizier Ferdinand von Schill eingeweiht wurde. Diese Überlagerung unterschiedlicher Erinnerungsschichten prägt den Charakter des Ortes und macht ihn zu einem besonderen Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte.

Träger der Gedenkstätte ist der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V., der den Ort seit Jahren als offenen Lern- und Erinnerungsort entwickelt. Ein zentrales Element ist das „Offene Archiv“, ein partizipatives Projekt, in dem seit 1996 Bürger*innen, Schulklassen und Initiativen ihre Recherchen und Dokumente zur NS-Zeit und deren Auswirkungen auf Braunschweig hinterlegen können. Besucher*innen haben die Möglichkeit, sich eigenständig mit den Unterlagen auseinanderzusetzen und sich so aktiv mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen.

Neben der archivgestützten Arbeit bietet die Gedenkstätte ein vielfältiges Bildungsprogramm an, das Führungen, Workshops und Seminare umfasst. Ziel ist es, historische Zusammenhänge erfahrbar zu machen und den Besucher*innen einen Raum zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu geben. Die Gedenkstätte versteht sich dabei nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern auch als Impulsgeber für gesellschaftliche Verantwortung und politisches Engagement. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen, Filmvorführungen und öffentliche Diskussionen statt, die den historischen Ort mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten verknüpfen.

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