Denkmal/Gedenkstätte

Jüdischer Friedhof

Anne-Frank-Straße 17, 56743 Mendig

Highlights

  • Der jüdische Friedhof in Niedermendig wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt.
  • Er liegt an der Anne-Frank-Straße und umfasst eine Fläche von 7,15 Ar.
  • Viele Grabsteine wurden während der NS-Zeit zerstört, einige tragen noch Inschriften.

Tipps

  • Der jüdische Friedhof in Niedermendig liegt östlich der Anne-Frank-Straße und ist über Google Maps auffindbar.
  • Vor dem Besuch sollte der aktuelle Zustand des Geländes und eventuelle Beschränkungen geprüft werden.
  • Respektvoller Umgang ist geboten, da viele Grabsteine zerstört oder unlesbar sind.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Jüdischer Friedhof Mendig - Kulturdenkmal und historische Stätte

Der Jüdische Friedhof in Mendig ist ein bedeutendes Kulturdenkmal im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Gelegen im südlichen Teil des Ortsteils Niedermendig, stellt der Friedhof ein stilles Zeugnis jüdischer Geschichte und Tradition in der Region dar. Die Anlage des Friedhofs geht vermutlich auf das späte 19. Jahrhundert zurück, nachdem zuvor die Toten der jüdischen Gemeinde in Nickenich bestattet worden waren. Mit einer Fläche von rund 715 Quadratmetern umfasst der Friedhof eine begrenzte, aber dennoch eindrucksvolle Anzahl an Grabstätten.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Friedhof erheblich zerstört. Viele Grabsteine wurden beschädigt oder ihre Inschriften unleserlich gemacht. Heute sind nur noch vereinzelte Namen und Daten zu entziffern, darunter Grabmäler von Familien wie den May, Eggener und Lukas. Besonders auffallend sind einige Grabsteine mit den „segnenden Händen“ der Kohanim, einer priesterlichen Tradition im Judentum. Der letzte bekannte Begräbnisvorgang auf dem Gelände fand im Jahr 1938 statt, kurz vor der zunehmenden Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im nationalsozialistischen Deutschland.

Der Friedhof wird heute als geschützte Denkmalzone im Denkmalverzeichnis des Kreises Mayen-Koblenz geführt. In den letzten Jahren wurden Bemühungen unternommen, das Erscheinungsbild des Friedhofs zu erhalten und zu pflegen. Ein besonderes Projekt war die Restaurierung des Eingangstors durch die Mendiger Seniorenwerkstatt, die das alte Tor fachgerecht instand setzte und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Ortes leistete. Die Grabsteine, überwiegend aus Sandstein, bleiben aus respektvollen Gründen und aufgrund ihrer empfindlichen Beschaffenheit weitgehend unberührt.

Der Jüdische Friedhof in Mendig erinnert nicht nur an das jüdische Leben in der Region, sondern steht auch symbolisch für die Verantwortung, die die Nachwelt gegenüber der Geschichte trägt. Als Teil eines breiteren kulturellen und historischen Erbes in Rheinland-Pfalz bietet er Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich mit der jüdischen Geschichte und den Auswirkungen der NS-Zeit auseinanderzusetzen. In dieser Hinsicht ist der Friedhof ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit – und damit ein lohnenswertes Ziel für kulturinteressierte Ausflüge in der Region.

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Häufige Fragen zu Jüdischer Friedhof

Wo befindet sich der jüdische Friedhof in Mendig?
Der jüdische Friedhof in Mendig liegt im südlichen Teil von Niedermendig an der Anne-Frank-Straße/Fraukircher Weg 34. {stand}.

Quelle: website

Wann wurde der jüdische Friedhof in Mendig angelegt?
Der jüdische Friedhof in Niedermendig wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. {stand}.

Quelle: website

Wie groß ist die Fläche des jüdischen Friedhofs in Mendig?
Die Fläche des jüdischen Friedhofs in Niedermendig beträgt 7,15 Ar. {stand}.

Quelle: website

Wann fand die letzte Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof in Mendig statt?
Die letzte Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof in Niedermendig fand 1938 statt. {stand}.

Quelle: website

Welche Organisationen dokumentieren jüdische Friedhöfe in Deutschland?
Die Erfassung und Dokumentation jüdischer Friedhöfe erfolgt u. a. durch das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Alemannia Judaica und das Salomon Ludwig Steinheim-Institut. {stand}.

Quelle: wikipedia