Lavakeller
Eigenschaften
Ausflug ins Lavakeller-Museum in Mendig: Kultur und Geschichte entdecken
Der Lavakeller in Mendig ist eine einzigartige unterirdische Kultur- und Naturattraktion im Herzen des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Auf einer Fläche von rund drei Quadratkilometern erstrecken sich unter der Erdoberfläche ein weit verzweigtes Netz aus historischen Felsenkellern, die einst als Basaltbergwerk genutzt wurden. Diese Kellergewölbe entstanden durch die intensive Abbauarbeit von vulkanischem Gestein, das vor vielen tausend Jahren durch den Ausbruch des nahegelegenen Wingertsbergvulkans entstand. Die Lavakeller zählen heute zu den größten erhaltenen Zeugnissen unterirdischer Steinbergbaukunst weltweit.
Nachdem der Basalt nicht mehr in großem Umfang für die Mühlsteinherstellung benötigt wurde, fanden die Keller im Zuge der Blütezeit der Brauereien ab dem 18. Jahrhundert eine neue Bestimmung. Aufgrund der konstanten Temperaturen von etwa 5 bis 8 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von rund 72 Prozent eigneten sie sich hervorragend als Gär- und Lagerkeller – insbesondere für das Bier. Mehrere Brauereien nutzten diese natürlichen Vorteile, weshalb Mendig bis heute als Bierbrauerstadt bekannt ist. Heute ist nur noch eine Brauerei vor Ort aktiv, doch die ehemaligen Kellerräume sind teilweise für Besucher zugänglich und bieten einen faszinierenden Einblick in diese unterirdische Welt.
Die Besucher erwarten beeindruckende unterirdische Gänge und Hallen, die mit Helm und fachkundiger Führung erkundet werden. Die stabilen Basaltgewölbe sind nicht nur geologisch bemerkenswert, sondern auch ein Denkmal für die harte Arbeit früherer Generationen, die unter schwierigsten Bedingungen tief in die Erde vordrangen. Der Lavakeller ist eng mit dem benachbarten Lava-Dome verbunden, dem interaktiven Museum über Vulkanismus und Erdgeschichte, das den Besuch der unterirdischen Anlage optimal ergänzt. Gemeinsam bilden beide Einrichtungen ein lehrreiches und eindrucksvolles Ausflugsziel für Jung und Alt.
Seit 1995 wird der Lavakeller von der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft verwaltet, die ihren Hauptsitz direkt über dem Gelände unterhält. Aufgrund von Einstürzen in einigen Bereichen sind nicht alle Stollen für die Öffentlichkeit zugänglich, dennoch bietet der besuchbare Teil eine unvergessliche Erfahrung. Die unterirdische „Landschaft“ in 32 Metern Tiefe ist nicht nur ein kulturhistorisches Zeugnis, sondern auch ein eindrucksvolles Naturphänomen, das die Kraft und den Wandel der Erde sichtbar macht. Der Lavakeller gehört heute zu den ausgewiesenen Denkmalzonen des Vulkanparks und ist ein absolutes Muss für alle Besucher der Region.
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Häufige Fragen zu Lavakeller
Was sind die Lavakeller in Mendig?
Quelle: wikipedia
Wie tief reichen die Lavakeller?
Quelle: wikipedia
Warum gibt es in Mendig so viele Brauereien?
Quelle: wikipedia
Kann man die Lavakeller heute noch besuchen?
Quelle: website
Welche Rolle spielt der Vulkanpark in Mendig?
Quelle: wikipedia