Kirche/Kloster

Ringwall im Ottmaringer Holz

Hörmannsberger Str. 12, 86438 Kissing, Deutschland

Highlights

  • Die Burgstallkapelle in Kissing ist ein barockes Marienheiligtum aus dem Jahr 1685.
  • Sie liegt auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel am südlichen Ortsrand von Alt-Kissing.
  • Bekannt für ihre Wallfahrtsprozessionen und die historische Weihnachtskrippe.

Tipps

  • Die Burgstallkapelle ist über eine stattliche Steintreppe erreichbar, der Aufstieg lohnt sich für den Panoramablick.
  • Von der Kapelle aus ist bei klarem Wetter eine weite Sicht bis zu den Alpen und Augsburg möglich.
  • Ein Rundweg über die Felder lässt sich gut mit dem Besuch der Kapelle verbinden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Ringwall im Ottmaringer Holz

Die Burgstallkapelle, auch bekannt als „Zur Schmerzhaften Muttergottes“, thront erhaben auf einem künstlich aufgeschütteten Ringwall im Ottmaringer Holz, unweit des Ortskerns von Kissing. Der markante Hügel, auf dem die Kapelle steht, war einst Teil einer mittelalterlichen Burganlage. Im Laufe der Zeit entwickelte sich an dieser Stelle ein bedeutendes Marienheiligtum, das bis heute von Gläubigen und Besucherinnen und Besuchern aufgesucht wird. Die barocke Baukunst der Kapelle sowie ihre landschaftliche Erhabenheit machen sie zu einem bemerkenswerten sakralen Bauwerk im Landkreis Aichach-Friedberg.

Über eine stattliche Steintreppe, die teilweise auf gemauerten Bögen ruht, gelangt man zur Gnadenkapelle. Diese Treppe bildet nicht nur einen architektonischen Höhepunkt, sondern lädt auch zur Besinnung ein. Unter dem ersten Treppenbogen befindet sich zudem die sogenannte Gruftkapelle, in der sich eine historische Darstellung des „Geißelheilands“ befindet. Diese Figur, aus dem frühen 18. Jahrhundert, lädt zur Andacht ein und ist Teil der reichhaltigen sakralen Ausstattung. Nördlich des Hügels erstreckt sich ein historischer Kalvarienberg, der 1906 angelegt wurde, sowie ein Kriegerdenkmal, das an die Opfer der Weltkriege erinnert.

Der Innenraum der Kapelle zeugt von der kunstvollen Ausdrucksform des bayerischen Barocks. Die Stuckaturen und dekorativen Elemente stammen aus unterschiedlichen Epochen und wurden von namhaften Künstlern gestaltet. Fresken aus dem Umfeld von Matthäus Günther schmücken die Wände und erzählen die Lebensgeschichte Jesu sowie die Krönung der Gottesmutter Maria. Im Zentrum des Hochaltars steht die überlebensgroße Figur der Schmerzhaften Muttergottes, flankiert von gotisierenden Heiligenfiguren. Ein kunstvolles Schmiedeeisengitter schließt den Altarraum ab und unterstreicht die geschlossene sakrale Atmosphäre des Raumes.

Die Kapelle ist nicht nur ein Wallfahrtsort von regionaler Bedeutung, sondern auch Schauplatz eines jährlichen Prozessionsbrauchs, der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs besteht. Jährlich ziehen Gläubige von Mai bis Oktober in einer Prozession zum Burgstall, um Dank für Rettung in der Not zu sagen. Ein weiteres Highlight ist die historische Weihnachtskrippe, die besonders zur Weihnachtszeit viele Besucher anzieht. Die Kombination aus barocker Sakralarchitektur, reichhaltiger Kunst und landschaftlichem Reiz macht die Burgstallkapelle zu einem sehenswerten Ausflugsziel im südlichen Bayern.

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