Denkmal/Gedenkstätte

Schloß Philippsruhe

Philippsruher Allee 45, 63454 Hanau

Highlights

  • Schloss Philippsruhe entstand 1701 bis 1725 als barockes Schlösschen für Graf Philipp Reinhard von Hanau.
  • Das Schloss diente später als Residenz der Landgrafen von Hessen und wurde im 19. Jahrhundert im Renaissancestil umgebaut.
  • Heute beherbergt es mehrere Museen, darunter das Historische Museum Hanau und das GrimmsMärchenReich.

Tipps

  • Das Papiertheatermuseum im Schloss Philippsruhe ist besonders für Kinder ein Highlight und lohnt einen Besuch.
  • Das Schlossmuseum bietet wechselnde Sonderausstellungen und Führungen an, die Einblicke in die Geschichte der Region geben.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloß Philippsruhe

Schloss Philippsruhe in Hanau ist ein barockes Schlösserensemble mit einer über 300-jährigen Geschichte und zählt heute zu den bedeutenden Kulturstandorten Hessens. Ursprünglich um 1700 als Sommerresidenz des Hanauer Grafen Philipp Reinhard erbaut, folgte der Neubau des Schlosses nach Plänen des Architekten Julius Ludwig Rothweil, der später durch den Franzosen Jacques Girard ersetzt wurde. Inspiriert vom französischen Vorbild Clagny entstand eine Anlage mit Mittelbau, Flügeln und Eckpavillons, die sich um einen Ehrenhof gruppiert. Im Laufe der Zeit wurde das Schloss mehrfach umgebaut und erweitert, darunter durch den späteren Landgrafen von Hessen-Rumpenheim im 19. Jahrhundert, der es zu seinem Alterssitz umbauen ließ.

Heute beherbergt Schloss Philippsruhe das Historische Museum Hanau sowie mehrere Sonderausstellungen, darunter das GrimmsMärchenReich, das Papiertheatermuseum und Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Die Innenausstattung spiegelt verschiedene Epochen wider – vom barocken Ursprung über klassizistische Umbauten bis hin zur Gründerzeit. Ein besonderes Highlight ist der sogenannte Weiße Saal, ein erhaltener Klassizismus-Raum mit antikisierenden Stuckaturen und korinthischen Säulen, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Weitere Räumlichkeiten zeigen Kunstwerke regionaler Künstler sowie wechselnde Ausstellungen, die Themen von lokaler Geschichte bis hin zur modernen Zeit abdecken.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Präsentation der Brüder Grimm und ihrer Familie. Im GrimmsMärchenReich können Besucher interaktiv die Welt der Märchen entdecken, während Gemälde und persönliche Exponate Einblicke in das Leben der Brüder und ihres Malerbruders Ludwig Emil Grimm gewähren. Auch die Hanauer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts wird in separaten Ausstellungsbereichen gewürdigt. Die Museumslandschaft im Schloss bietet zudem pädagogische Angebote, Workshops und Führungen, die sich an verschiedene Zielgruppen richten.

Das Areal des Schlosses erstreckt sich über einen weitläufigen Park, der ebenfalls zur historischen Anlage gehört. Dort finden sich unter anderem das ehemalige Teehaus aus der Zeit um 1830 sowie die eindrucksvolle Orangerie, die ursprünglich von einem dänischen Ingenieur angelegt und später um ein Mansarddach ergänzt wurde. Diese Außenanlagen laden zur Erholung und zum Spaziergang ein und ergänzen das kulturelle Angebot des Schlosses. Gäste loben die gepflegte Atmosphäre und die hohe Qualität der Präsentationen, auch wenn der Wunsch nach einer hauseigenen Gastronomie geäußert wird.

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