Denkmal/Gedenkstätte

Felsenhöhle

54318 Mertesdorf

Highlights

  • Die Genovevahöhle liegt südlich von Kordel im Kylltal und war über Jahrtausende Zuflucht für Menschen.
  • Sie ist über Eifelsteig oder Römerpfad erreichbar und zeugt durch Funde von der Besiedlung aus verschiedenen Epochen.
  • Die Höhle wurde nach der Sage von Genoveva benannt, die hier mit ihrem Sohn Zuflucht fand.

Tipps

  • Der Weg zur Felsenhöhle ist etwa 20 Minuten zu Fuß vom Parkplatz entfernt und führt durch den Wald – geeignet für Familien mit Kindern.
  • Gute Trittsicherheit ist ratsam, da der Pfad etwas anspruchsvoll sein kann und die Höhle über Stufen erreicht wird.
  • Die Höhle bietet einen beeindruckenden Blick und ist über die Premiumwanderwege Eifelsteig oder Römerpfad erreichbar.

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Felsenhöhle

Die Felsenhöhle in Mertesdorf zählt zu den bemerkenswerten Natur- und Kulturdenkmälern im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Diese imposante Höhlenformation entstand über Jahrmillionen durch natürliche Prozesse wie Auswaschung, Winderosion und Frostsprengung im Bundsandstein. Die Höhle liegt abseits im Wald und bietet einen beeindruckenden Kontrast zur umliegenden Landschaft. Ihre größte Ausdehnung beträgt etwa 15 Meter, die Höhe der Decke liegt zwischen acht und zehn Metern. Ursprünglich war der Zugang nur mit Leitern oder Steigholzern möglich, was den früheren Bewohnern Schutz vor Naturgefahren und wilden Tieren bot.

Die Felsenhöhle hat eine lange Besiedlungsgeschichte. Archäologische Funde reichen von der Altsteinzeit bis hin zur Neuzeit und zeigen, dass der Ort über Jahrtausende hinweg Menschen Unterschlupf und Zuflucht gewährte. In der Höhle bauten Menschen einst kleine Hütten, was auf eine dauerhafte Nutzung im Laufe der Geschichte schließen lässt. Die heutigen, in den Felsen gehauenen Stufen stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert und wurden vom Eifelverein angelegt, um den Zugang zu erleichtern. Die umliegende Waldregion lädt zu Wanderungen ein, und die Höhle selbst lässt sich vom nahegelegenen Parkplatz aus innerhalb von etwa 20 Minuten zu Fuß erreichen.

Ein besonderes Element ist die Sage um Genoveva, die mit der Höhle in Verbindung gebracht wird. Nach der Überlieferung soll Gräfin Genoveva mit ihrem Sohn hier Zuflucht gesucht haben, nachdem sie fälschlicherweise der Untreue beschuldigt worden war. Die Höhle wird seither auch als Genovevahöhle bezeichnet. Diese Verknüpfung von Naturphänomen und Volksüberlieferung verleiht dem Ort eine zusätzliche kulturelle Dimension. Besucher berichten von einem beeindruckenden Erlebnis, das sowohl die natürliche Schönheit als auch die mystische Atmosphäre der Höhle einfängt.

Trotz ihres abgelegenen Standorts im Wald erreicht die Felsenhöhle ein hohes Maß an Beliebtheit bei Besucherinnen und Besuchern. Viele loben die kurze, aber lohnenswerte Wanderung durch den Wald, die mit dem Anblick der Höhle belohnt wird. Die saubere Umgebung trägt zur positiven Wahrnehmung bei, wenngleich es Hinweise auf Vandalismus in Form von Graffiti und Kratzereien gibt. Dennoch bleibt die Höhle ein geschätztes Ausflugsziel für Natur- und Kulturinteressierte. Auf den Felsterrassen lässt sich die ruhige Atmosphäre genießen, die einen Moment der Besinnung mitten im Wald ermöglicht.

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