Denkmal/Gedenkstätte

Klein-Schonebeck

Wierling 14, 48308 Nottuln

Highlights

  • Klein-Schonebeck ist ein Rittersitz südwestlich von Groß-Schonebeck in Nottuln.
  • Das Anwesen entstand vermutlich aus zwei Höfen und wird erstmals 1834 erwähnt.
  • Das heutige Haupthaus wurde 1520 erbaut und 1587 mit einem Treppenturm erweitert.

Tipps

  • Das Haus Klein-Schonebeck ist ein historischer Rittersitz mit über 500 Jahren Geschichte und befindet sich aktuell in Renovierung.
  • Das Gelände um das Haus bietet architektonische Besonderheiten wie einen Treppenturm aus dem 16. Jahrhundert und ehemalige Gräften.
  • Interessierte Besucher finden ein erhaltenswertes Denkmal südlich von Appelhülsen, das Einblicke in die Adelsgeschichte der Region ermöglicht.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Klein-Schonebeck

Das Haus Klein-Schonebeck liegt im nordrhein-westfälischen Nottuln, im Kreis Coesfeld, südwestlich des Hauses Groß-Schonebeck und südlich des Ortsteils Appelhülsen. Es handelt sich um einen historischen Rittersitz, dessen Ursprünge sich bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen lassen. Das Anwesen steht unter Denkmalschutz und zählt zu den baugeschichtlich bedeutsamen Objekten der Region.

Die Anfänge des Hauses Klein-Schonebeck sind urkundlich bis ins 14. Jahrhundert nachgewiesen. Vermutlich vereinigte es zwei ältere Höfe, darunter der im Rheinisch-westfälischen Urkataster von 1834 erwähnte Lusmannshof. Bewohnt wurde das Anwesen über Jahrhunderte von einem Zweig des Adelsgeschlechts Schonebeck, das sich in der Überlieferung nur schwer von anderen Linien derselben Familie unterscheiden lässt. Im Laufe der Zeit wechselte der Besitz mehrfach die Hände; nach den Schonebecks kamen die Familien von Brabeck, von Aschebrock und schließlich von Westerholt als Eigentümer.

Das heutige Gebäudeensemble zeigt deutliche Spuren seiner baugeschichtlichen Entwicklung. Das rechteckige Haupthaus aus Ziegeln mit werksteinen Gliederungen wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet und etwa dreißig Jahre später grundlegend umgebaut, wobei unter anderem ein Treppenturm hinzugefügt wurde. Ein südlicher Anbau aus dem 18. Jahrhundert ruht auf Pfeilern im Hausteich, der als ehemaliger Wassergraben zur Vorburg fungierte. Der Zugang erfolgte einst über eine schmale Holzbrücke. Im Urkataster von 1826 ist zudem eine Scheune am Straßenrand verzeichnet. Die ursprünglichen Gräften sind heute weitgehend verlandet, doch ein südlich gelegener, damals bereits als trocken eingetragener Gräftenring ist im Gelände noch erkennbar.

Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz und wird als erhaltenswert eingestuft. Besucher berichten von der historischen Atmosphäre und dem architektonischen Interesse des Anwesens. Teile des Anwesens befinden sich derzeit in Renovierung, was die Bedeutung seiner Erhaltung unterstreicht. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,3 von 5 Sternen bei über 50 Bewertungen wird die Stätte als lohnenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen.

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