Denkmal/Gedenkstätte

Stasi-Unterlagen-Archiv / Bundesarchiv

Ruschestraße 103, 10315 Bezirk Lichtenberg

Highlights

  • Das Stasi-Unterlagen-Archiv in Lichtenberg ist Teil des Bundesarchivs und bietet barrierefreien Zugang zu historischen Stasi-Dokumenten.
  • Hier können Bürger:innen seit 1992 Einsicht in eigene Stasi-Akten nehmen und Forschung sowie Medien die Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützen.
  • Der Standort dient als Campus für Demokratie mit Ausstellungen, Mediathek und systematischer Bereitstellung von Stasi-Tonaufnahmen und Akten.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht den barrierefreien Eintritt in das Gebäude des Stasi-Unterlagen-Archivs.
  • Ein ebenfalls rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Archivs zur Verfügung.
  • Die Stasi-Mediathek bietet digitale und analoge Dokumente, Fotos sowie Ton- und Filmmaterial zur historischen Aufarbeitung der DDR-Geheimpolizei.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stasi-Archiv Berlin-Lichtenberg: Kultur-Ausflug

Das Stasi-Unterlagen-Archiv / Bundesarchiv im Bezirk Lichtenberg ist ein zentraler Ort der historischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte und ein bedeutendes Archiv für die deutsche Erinnerungskultur. Als Teil des Bundesarchivs bewahrt es die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und ermöglicht seit 1992 jedem Bürger die Einsicht in die eigenen Akte. Das Archiv dient nicht nur der persönlichen Aufarbeitung, sondern unterstützt auch Forschung, Medien und öffentliche Institutionen bei der Analyse der SED-Diktatur.

Das Gebäude in der ehemaligen Stasi-Zentrale verkörpert den Wandel von einem Symbol der Überwachung zu einem Ort der demokratischen Reflexion. Seit 2012 als „Campus für Demokratie“ konzipiert, verbindet es historische Exponate mit Bildungsangeboten. Die Dauerausstellung in „Haus 1“ – dem letzten Dienstsitz von Erich Mielke – gibt Einblick in die Strukturen und Methoden der Staatssicherheit. Parallel dazu zeigt die Stasi-Mediathek mit Fotos, Ton- und Filmmaterialien das Wirken des MfS. Eine semantische Suche ermöglicht zudem intuitiven Zugang zu den umfangreichen Archivalien.

Das Stasi-Unterlagen-Archiv ist nicht nur regional, sondern international bedeutsam. Als Vorbild für die rechtsstaatliche Aufarbeitung von Diktaturen zieht es Gäste aus Osteuropa, dem arabischen Raum und Lateinamerika an. Aktuell präsentiert die Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ 21 Objekte, die Ideologie, Überwachungspraktiken und Alltag der DDR-Geheimpolizei verdeutlichen. Ergänzt wird dies durch die Online-Audio-Edition „Töne der Repression“, die Spionageprozesse der DDR zugänglich macht. So wird Geschichte nicht nur archiviert, sondern lebendig vermittelt.

Seit 2021 ist das Archiv fest im Bundesarchiv verankert, behält aber seine spezifische Aufgabe bei: die Bewahrung und Zugänglichkeit der Stasi-Dokumente. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten vor Ort zu Akteneinsichten und bieten an 13 regionalen Standorten Unterstützung an. So bleibt es ein zentraler Bezugspunkt für alle, die sich mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzen möchten.

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