Denkmal/Gedenkstätte

Bittschriftenlinde

14473 Potsdam

Highlights

  • Die Bittschriftenlinde in Potsdam war ein Ort, an dem Bürger Petitionen an preußische Könige richteten.
  • Die erste Linde überstand den Krieg, wurde aber 1949 gefällt.
  • Seit 1993 steht an gleicher Stelle eine neue Linde, die an das historische Vorbild erinnert.

Tipps

  • Die Bittschriftenlinde steht heute am Otto-Braun-Platz in Potsdam, direkt vor dem Stadtschloss.
  • Ein QR-Code an der Stelle verweist auf die Website des Petitionsausschusses des Brandenburgischen Landtags.
  • Die aktuelle Linde wurde 1993 zum 1000-jährigen Stadtjubiläum neu gepflanzt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Bittschriftenlinde

Die Bittschriftenlinde ist eine bedeutende Kultur- und Geschichtsattraktion in Potsdam, die sich unmittelbar an der Humboldtstraße, an der südlichen Ecke des ehemaligen Stadtschlosses befindet. Ursprünglich war an dieser Stelle eine der Kaiserlinden gepflanzt, die noch aus der Zeit des Großen Kurfürsten stammten. Von diesen Bäumen blieb nach dem Jahr 1886 nur noch eine einzige übrig: die spätere Bittschriftenlinde, die im Laufe der Zeit zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde.

Der Name des Baumes geht auf die historische Praxis zurück, Bittschriften an den königlichen Hof zu überbringen. Besonders Friedrich der Große nutzte den Ort, um dort von seinem Arbeitszimmer im Schloss aus Suppliken entgegenzunehmen. Bürger wandten sich mit ihren Anliegen direkt an den König, indem sie ihre Schreiben an die Linde hefteten. Dieser Brauch verlieh dem Baum eine symbolische Bedeutung als Ort der direkten Kommunikation zwischen Herrschern und Untertanen.

Die ursprüngliche Linde überstand den Zweiten Weltkrieg, wurde jedoch aufgrund ihres altersbedingten Zustands im Jahr 1949 gefällt. Dennoch lebte ihre Bedeutung weiter: Anlässlich des 1000-jährigen Stadtjubiläums Potsdams wurde 1993 eine neue Linde an derselben Stelle gepflanzt. Aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen musste der Baum zeitweilig in eine Baumschule umgesetzt werden, ehe er Ende November 2015 an seinen historischen Standort am Otto-Braun-Platz zurückkehrte – direkt vor dem ehemaligen Arbeitszimmer Friedrichs des Großen.

Heute informiert eine Hinweistafel neben der Bittschriftenlinde über ihre Geschichte. Ein besonderes Detail ist der auf der Tafel angebrachte Datencode, der Besucherinnen und Besuchern über ihr Mobiltelefon direkten Zugang zur Internetseite des Petitionsausschusses des Brandenburgischen Landtags ermöglicht. So kann an Ort und Stelle eine zeitgemäße Petition – die parlamentarische Form der einstigen Bittschrift – elektronisch eingereicht werden.

Bewertungen

4,0 (19) 4.0 aus 19 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,0 (19) 4.0 · 19 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…