Kollegiatstift unserer Lieben Frau zur alten Kapelle
Eigenschaften
Über Kollegiatstift unserer Lieben Frau zur alten Kapelle
Das Kollegiatstift unserer Lieben Frau zur alten Kapelle in Regensburg zählt zu den bedeutendsten sakralen Kulturdenkmälern Bayerns. Es ist eines von nur noch vier existierenden Kollegiatstiften im Freistaat und hat eine nahezu ununterbrochene Geschichte seit seiner erneuten Gründung im frühen 11. Jahrhundert. Ursprünglich im Jahr 875 durch König Ludwig den Deutschen ins Leben gerufen, verfiel die Anlage rasch wieder, ehe sie durch Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde erneut aufgebaut und mit Schenkungen ausgestattet wurde. Seitdem besteht das Stift als geistliches Zentrum unmittelbar am historischen Altstadtstandort Regensburgs.
Die Stiftskirche, auch Basilika genannt, beherbergt ein beeindruckendes barockes Interieur mit einem prächtigen Hauptaltar, kunstvollen Deckengemälden und zahlreichen historischen Skulpturen. Die Architektur und Ausstattung spiegeln die Bedeutung wider, die das Stift im Laufe der Jahrhunderte innehatte – sowohl als Pfalzkapelle der Karolinger und Ottonen als auch als spirituelles Zentrum unter bayerischer Herrschaft. Die enge Verbindung zur Stadtgeschichte zeigt sich auch in der Nachbarschaft zur Pfarrkirche St. Kassian, die einst den Bürgern als Gotteshaus diente, während die Alte Kapelle den Hofbediensteten vorbehalten war.
Die Bezeichnung „Alte Kapelle“ geht auf das Jahr 967 zurück und bezieht sich auf den damaligen Zustand des Gebäudes, das bereits in die Jahre gekommen war. Dennoch wurde es durch Heinrich II. wieder zu neuem Glanz verholfen und erhielt den Titel „mater ecclesiae“ – Mutterkirche – was seine herausragende Rolle unterstreicht. Bis zur Säkularisation blieb das Stift eng mit dem Bistum Bamberg verbunden, wobei der Stiftspropst meist ein Domherr aus Bamberg war. Heute fungiert das Kollegiatstift weiterhin als aktives geistliches und kulturelles Zentrum und lädt Besucher zu Gottesdiensten, Führungen und Konzerten ein.
Die Pflege der Tradition spiegelt sich nicht nur im liturgischen Leben wider, sondern auch in der sorgfältigen Restaurierung der Kirche und ihrer Schätze. Die kunsthistorische Bedeutung der Basilika wird durch die wunderbare Deckengestaltung, den Hochaltar und die zahlreichen sakralen Kunstwerke unterstrichen. Auch die nahegelegene Gnadenkapelle mit dem berühmten Gnadenbild der „Schönen Maria“ trägt zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei. Zahlreiche positive Bewertungen bestätigen den kulturellen und spirituellen Reiz dieses außergewöhnlichen Ortes mitten im historischen Regensburg.