Kirche/Kloster

Staudenkapelle

86866 Mickhausen

Highlights

  • Die Staudenkapelle wurde 1983 am Waldrand südlich von Grimoldsried erbaut.
  • Sie steht auf einem der höchsten Punkte in den Stauden mit Blick ins Schweinbachtal.
  • Das Kirchlein erhielt 2011 ein neues Dach aus Zedernschindeln.

Tipps

  • Die Staudenkapelle liegt am Waldrand südlich von Grimoldsried und ist ganzjährig geöffnet.
  • In der Holzkapelle kann man sich besinnen, die Glocken läuten lassen und draußen picknicken.
  • Vom Standort aus bietet sich ein weites Panorama, besonders in Richtung Alpen und Schweinbachtal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Staudenkapelle

Die Staudenkapelle befindet sich am Waldrand südlich des Ortes Grimoldsried im Landkreis Augsburg, unweit der Gemeinde Mickhausen. Die Holzkapelle wurde in den frühen 1980er Jahren errichtet und steht auf einer Anhöhe zwischen dem Neufnacher und Schweinbachtal. Der Name „Staudenkapelle“ leitet sich vom Naherholungsgebiet „Stauden“ ab, in dem sie liegt. Ursprünglich als reine Andachtsstätte gedacht, ist sie heute ein ruhiger Ort der Besinnung, der von Wanderern und Radfahrern gerne aufgesucht wird.

Die Kapelle ist ein schlichtes, aus massiven Holzbalken in Blockhausweise errichtetes Bauwerk. Sie wurde nach Plänen des damaligen Kreisbaumeisters Schweizer von Zimmermannslehrlingen der Berufsfachschule der Handwerkskammer Schwaben in Kempten erbaut. Die feierliche Einweihung erfolgte bereits kurz nach der Fertigstellung. Einige Jahre später erhielt die Kapelle zudem eine Glocke, die von Besuchern selbst geläutet werden kann. Die Umgebung lädt zur Ruhe und zum Verweilen ein – sowohl innerhalb der Kapelle als auch im Freien, wo Bänke und ein Tisch für eine Brotzeit zur Verfügung stehen.

Die Staudenkapelle ist nach Dr. Franz-Xaver Frey benannt, einem langjährigen Augsburger Landrat und Gründer des Naturparkvereins Augsburg Westliche Wälder. Frey initiierte den Bau und sorgte für die geschickte Wahl des Standorts, der einen weiten Blick über das Schweinbachtal und in Richtung Alpen ermöglicht. Nach seinem plötzlichen Tod wurde die Umbenennung in „Dr.-Franz-Xaver-Frey-Staudenkapelle“ vorgenommen, um seine Verdienste um die Region zu würdigen. Die Kapelle wird heute ehrenamtlich gepflegt, unter anderem durch Georg Wagner, der die Nachfolge des früheren Mesners Emil Kugelmann angetreten hat.

Ein besonderes Merkmal der Staudenkapelle ist ihre Lage inmitten einer von alten Buchen umstandenen Waldlichtung. Ursprünglich sorgten diese Bäume dafür, dass das Dach über die Jahre hinweg feucht blieb und schließlich saniert werden musste. Nach der Fällung der mächtigen Bäume wurde das Dach in einer aufwendigen Maßnahme neu eingedeckt. Seitdem kann es besser austrocknen. Die Kapelle ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet und bietet je nach Saison unterschiedliche Eindrücke – von stimmungsvollen Winterbildern bis hin zu sonnendurchfluteten Sommertagen mit Fernblick auf die Alpen.

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