Kirche/Kloster

Pfarrkirche St. Josef

Kirchstraße 3, 52538 Gangelt

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Josef in Hastenrath gehört zur Weggemeinschaft Gangelt im Bistum Aachen.
  • Der gotische Kirchenbau stammt aus dem 15. Jahrhundert und hat ein beeindruckendes Kreuzrippengewölbe.
  • In der Kirche befindet sich eine überlebensgroße Kreuzigungsgruppe des Meisters von Beeck aus dem 16. Jh.

Tipps

  • Die Pfarrkirche St. Josef in Gangelt lädt mit ihrer gotischen Architektur und dem ursprünglichen Friedhof zum Besuch und Spaziergang ein.
  • Interessante historische Details wie der Meister von Beeck und erhaltene Altäre machen einen Besuch lohnenswert.
  • In der Nähe befinden sich Parkplätze, und das Dorf bietet eine schöne Umgebung für einen ruhigen Aufenthalt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Pfarrkirche St. Josef

Die Pfarrkirche St. Josef in Gangelt zählt zu den sakralen Kulturgütern im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen und ist Teil der Weggemeinschaft Gangelt im Pastoralen Raum Gangelt | Selfkant. Die Kirche hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Der heutige Kirchenbau stammt größtenteils aus dem 15. Jahrhundert und ist in seiner Grundstruktur eine dreischiffige Basilika. Der mächtige Westturm, erbaut im 14. Jahrhundert, wurde im frühen 16. Jahrhundert um einen Westbau erweitert. Die Architektur zeigt gotische Einflüsse, unter anderem in den Fenstern mit Maßwerk und den Kreuzrippengewölben, die von vierkantigen Pfeilern getragen werden.

Innenräume und Ausstattung zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Baukunst und religiöse Kunst des Spätmittelalters aus. Besonders erwähnenswert ist die überlebensgroße Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert, die im Triumphbogen des Chores ihren ursprünglichen Platz behielt. Sie gilt als Werk des sogenannten Meisters von Beeck. Auch die reich verzierten Konsolen und Schlußsteine der Gewölbe sowie die korbbogigen Blenden unter den Fenstern tragen zur besonderen Atmosphäre bei. Seit dem 19. Jahrhundert fanden mehrere umfassende Renovierungen statt, ohne den Charakter der gotischen Kirche wesentlich zu verändern.

Der Kirchenfriedhof, der die Kirche umgibt, ist von historischem Wert und beherbergt einige Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ein besonderes Grabmal ist das neugotische Denkmal des aus Gangelt stammenden Kölner Weihbischofs Anton Gottfried Claßen, der 1847 verstarb. Archäologische Ausgrabungen deuten darauf hin, dass bereits im 12. und 13. Jahrhundert eine dreischiffige Kirche an dieser Stelle existierte, bevor der heutige Bau im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

Die Geschichte der Pfarre reicht weit zurück. Bereits im 13. Jahrhundert wird Gangelt als Pfarre erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Patronatsrecht mehrfach, unter anderem an das Heinsberger Prämonstratenserinnenkloster. Die Pfarre unterstand verschiedenen Bistümern, darunter Lüttich, Roermond und später Aachen, bevor sie schließlich dem Erzbistum Köln zugeordnet wurde. Im Zuge von Reformen und territorialen Veränderungen wurden im 19. und 20. Jahrhundert mehrere Filialgemeinden abgetrennt, darunter Hastenrath, Langbroich und Stahe.

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