Museum

Grünsandsteinmuseum

Walburgerstraße 56, 59494 Soest

Highlights

  • Das Grünsandsteinmuseum in Soest zeigt die Entstehung und Verwendung des regionalen Baumaterials Grünsandstein.
  • Es befindet sich in einer historischen Scheune auf dem Gelände der Westfälischen Dombauhütte.
  • Die Ausstellung umfasst geologische Fundorte, historische Bautechnik und ein Lapidarium.

Tipps

  • Licht muss selbst eingeschaltet werden, bitte nach Besuch ausschalten.
  • Besuch dauert 15 bis 60 Minuten, ideal in Verbindung mit Wiesenkirche.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug ins Grünsandsteinmuseum in Soest entdecken

Das Grünsandsteinmuseum in Soest widmet sich der faszinierenden Geschichte eines regionalen Baumaterials, das die Stadtarchitektur über Jahrhunderte hinweg geprägt hat. In einer ehemaligen Scheune des Plangehofs, die heute unter Denkmalschutz steht, wird nicht nur die Entstehung des Grünsandsteins anschaulich erklärt, sondern auch seine Bedeutung für den Bau historischer Kirchen und Gebäude in Soest thematisiert. Besucher erfahren, wie der charakteristische grüne Stein aus maritimen Sedimenten entstand und welche Rolle er bei der Errichtung der Wiesenkirche und weiterer markanter Bauten spielte. Die Scheune selbst ist Teil des Geländes der Westfälischen Dombauhütte an St. Maria zur Wiese und wurde in den 1970er Jahren noch als Getreidespeicher genutzt. Seit 1992 dient sie als Basis für die moderne Dombauhütte, die sich als Zentrum für Denkmalpflege etabliert hat. Um das denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten, entstand hier in den Jahren nach 1992 das Grünsandsteinmuseum. Die Sanierung wurde maßgeblich durch die NRW-Stiftung für Denkmalschutz unterstützt. Heute vermittelt das Museum in eindrucksvoller Weise Wissen über Geologie, Steinbearbeitung und die handwerkliche Tradition der Steinmetze. Die Ausstellung gliedert sich in drei Themenbereiche und führt anschaulich durch die Entstehung des Grünsandsteins während der jüngeren Kreidezeit vor rund 100 Millionen Jahren. Besonders sehenswert ist der Iguanodon im Innenhof, dessen Fossilien in der Region gefunden wurden. Der oft fälschlich als Dolomit bezeichnete Grünsandstein ist in Wirklichkeit ein glaukonithaltiger Kalkstein mit hohem Quarzanteil. Seine grüne oder bläuliche Färbung stammt vom Mineral Glaukonit. Im Museum lassen sich zahlreiche Fossilien wie Seeigel, Muscheln, Ammoniten und sogar Haifischzähne in Schaukästen betrachten. Sie verdeutlichen den maritimen Ursprung des Gesteins und machen die geologische Vielfalt der Region erfahrbar. Neben der geologischen und historischen Aufarbeitung zeigt das Museum auch, wie der Stein im Laufe der Zeit als Baustoff und in technischen Anwendungen genutzt wurde. Ein besonderes Highlight sind die Restaurierungsarbeiten, die vor Ort sichtbar sind: Im Hof lagern Werkstücke der Wiesenkirche, die von der Dombauhütte restauriert werden. Dazu gehören eine Riesenfiale, Maßwerkmodule und Wimpergelemente – beeindruckende Zeugnisse handwerklichen Könnens vergangener Epochen. Diese Arbeiten verdeutlichen nicht nur die kunstvolle Steinbearbeitung, sondern auch die kontinuierliche Pflege des kulturellen Erbes in Soest.

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Häufige Fragen zu Grünsandsteinmuseum

Wo befindet sich das Grünsandsteinmuseum in Soest?
Das Grünsandsteinmuseum befindet sich in einer denkmalgeschützten Scheune auf dem Gelände der Westfälischen Dombauhütte an der Walburgerstraße 56, nahe der Wiesenkirche. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde das Grünsandsteinmuseum eröffnet?
Das Grünsandsteinmuseum wurde im Herbst 2006 eröffnet. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Themen behandelt das Grünsandsteinmuseum?
Das Museum befasst sich mit der Entstehung des Grünsandsteins, seiner Verwendung als Baumaterial in Soest und der Geschichte der Dombauhütte. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde das Grünsandsteinmuseum gegründet?
Es wurde gegründet, um die historische Scheune vor dem Verfall zu retten und das Wissen über Grünsandstein und Denkmalpflege zu vermitteln. Stand Mai 2026.

Quelle: website