St. Johannes der Täufer
Highlights
- Die evangelisch-reformierte Kirche in Spelle wurde 1789 als größere Nachfolgekirche nach einer baufälligen Notkirche errichtet.
- Der 8 m hohe Barockaltar (1750–1780) orientiert sich am Vorbild der Franziskanerkirche Warendorf und passt zu den barocken Elementen der Kirche.
- 1619 baute Sophie von Ripperda an die Wasserburg Venhaus ein Herrenhaus an, das im Dreißigjährigen Krieg (1623/1647) zerstört wurde.
Tipps
- Der barocke Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert zeigt handwerkliche Qualität und ist als Nachbildung eines Vorbilds aus Warendorf gestaltet.
- Die Kirche verfügt über einen rollstuhlgerechten Zugang sowie einen entsprechend ausgestatteten Parkplatz für barrierefreien Besuch.
- Der 1987 ergänzte Kreuzweg im barocken Stil ist in zurückhaltender Farbgebung gehalten und integriert sich in die historische Ausstattung.
Eigenschaften
Kirche St. Johannes der Täufer Spelle – Sakrale Kultur erleben
Die katholische Kirche St. Johannes der Täufer in Spelle ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk mit einer bewegten Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich entstand die Gemeinde im 12. Jahrhundert in Lünne, doch bereits im 18. Jahrhundert wurde eine neue Kirche errichtet – zunächst als Notkirche im Dorfkern, die 1789 durch einen größeren Neubau aus Ibbenbürener Sandstein ersetzt wurde. Dieser Bau prägt bis heute das Ortsbild und vereint barocke Elemente mit regionaler Handwerkskunst.
Ein zentrales Highlight der Kirche ist der fast acht Meter hohe Hochaltar, der zwischen den 1750er und 1780er Jahren vom Schreinermeister Engelland nach Vorbild des Barockaltars der Franziskanerkirche in Warendorf geschaffen wurde. Er fügt sich harmonisch in die vorhandenen barocken Stilelemente ein und unterstreicht die künstlerische Qualität des Innenraums. Besonders erwähnenswert ist zudem die Figur des Kirchenpatrons, der heilige Johannes der Täufer, dessen Statue zu den ältesten Exponaten der Kirche zählt.
Die Umgebung der Kirche ist eng mit der regionalen Geschichte verbunden. Im nahegelegenen Venhaus, das politisch zur Grafschaft Tecklenburg gehörte, ließ die Familie von Langen im 17. Jahrhundert eine Wasserburg errichten, die im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt wurde. Später wurde die Burg umgestaltet, und 1946 entstand als Anbau ein Kirchturm, der die Kirche optisch und funktional ergänzte. Der umgebende Burgpark, der 2002 nach umfangreichen Restaurierungen eröffnet wurde, zeigt heute historische Gräften und Brücken – ein Zeugnis der regionalen Baukultur.
Mit einem Google-Rating von 3,7 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt die Kirche als barrierefrei zugänglich, sowohl durch einen rollstuhlgerechten Eingang als auch durch einen entsprechenden Parkplatz. Der 1987 neu angeschaffte Kreuzweg im barocken Stil mit verhaltener Farbgebung ergänzt die spirituelle Atmosphäre des Gotteshauses. Die Kirche bietet damit nicht nur einen Einblick in die sakrale Architektur des 18. Jahrhunderts, sondern auch in die Verbindung von kirchlicher Tradition und regionaler Geschichte.
Für Besucher, die sich für Kultur und Sakralbauten interessieren, ist St. Johannes der Täufer ein lohnenswertes Ziel. Die harmonische Verbindung von Kunsthandwerk, regionaler Geschichte und moderner Zugänglichkeit macht den Ort zu einem besonderen Ausflugsziel im Herzen von Spelle.