Kirche/Kloster

St. Johannes

Johannesstraße 11, 48480 Spelle

Highlights

  • St. Johannes in Spelle wurde 1789 als größere Kirche nach einer Notkirche aus dem 16. Jh. erbaut und aus Ibbenbürener Sandstein errichtet.
  • Der 8 m hohe Barock-Hochaltar (1750–1780) orientiert sich am Vorbild der Franziskanerkirche Warendorf und zeigt barocke Anpassungen.
  • Die Kirche beherbergt eine der ältesten Statuen Spelles: die Figur des hl. Johannes, des Kirchenpatrons.

Tipps

  • Die Kirche St. Johannes in Spelle zeigt barocke Elemente wie den Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert, der an die Architektur der Franziskanerkirche in Warendorf angelehnt ist.
  • Der fast 8 Meter hohe Hochaltar und der 1987 neu geschaffene Kreuzweg im barocken Stil ergänzen die historische Ausstattung der Kirche.
  • Die Kirche besteht aus Ibbenbürener Sandstein, was dem Bauwerk eine typisch regionale Optik verleiht und seine historische Substanz unterstreicht.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Johannes Spelle entdecken

Die St. Johannes-Kirche in Spelle ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer bewegten Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich gehörte das Gebiet um Spelle politisch zur Grafschaft Tecklenburg, wobei die Nachkommen der Familie von Langen im nahen Venhaus eine prägende Rolle spielten. Dort errichteten sie eine Wasserburg, die im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt wurde. Später entwickelte sich aus der Burg ein Herrenhaus, das bis heute als historisches Zeugnis der Region erhalten ist.

Die Kirche selbst entstand im 18. Jahrhundert als Ersatz für eine baufällige Notkirche, die nach der Reformation im Dorfkern errichtet worden war. Der heutige Sakralbau aus Ibbenbürener Sandstein wurde 1789 fertiggestellt und ist ein markantes Beispiel barocker Kirchenarchitektur. Besonders auffällig ist der fast acht Meter hohe Hochaltar, der nach einem Vorbild des Franziskanerkirchenaltars in Warendorf gefertigt wurde. Er fügt sich harmonisch in die barocken Elemente der Kirche ein und gilt als eines der künstlerisch wertvollsten Stücke des Gotteshauses.

Ein weiteres Highlight ist die Statue des Kirchenpatrons, des heiligen Johannes, die als eine der ältesten Figuren im Gebäude gilt. Der 1987 neu angeschaffte Kreuzweg im barocken Stil mit verhaltener Farbgebung ergänzt die historische Ausstattung. Die Kirche wurde im 20. Jahrhundert mehrfach erweitert, etwa durch den Anbau eines Kirchturms 1946, der die ursprüngliche Struktur ergänzte. Zudem wurde das Umfeld der Kirche im Jahr 2002 durch die Neuanlage des historischen Burgparks mit Gräften und Brücken aufgewertet, der heute als grüner Rahmen für das Kirchenensemble dient.

Die Pfarreiengemeinschaft von Spelle, insbesondere die Kolpingfamilie, hat die Kirche über die Jahrhunderte mitgestaltet. So fand hier etwa 1951 eine bedeutende Feier zur Amtseinführung des Bischofs Heiner Wilmer statt, an der auch Menschen aus der Nachbargemeinde Schapen teilnahmen. Die Kirche steht damit nicht nur als religiöses Zentrum, sondern auch als Ort der regionalen Identität und Gemeinschaft.

Heute ist St. Johannes ein Ort der Andacht, der Geschichte und des kulturellen Erbes. Die Verbindung von barocker Kunst, regionaler Baugeschichte und der lebendigen Pfarreiengemeinschaft macht sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Kultur- und Sakralinteressierte. Die Kirche lädt ein, ihre Architektur zu bewundern, die historischen Schätze zu entdecken und die Verbindung von Spiritualität und regionalem Erbe zu erleben.

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