Galerie der Stadt Stuttgart
Highlights
- Die Galerie der Stadt Stuttgart wurde 1925 als Städtische Gemäldesammlung in der Villa Berg eröffnet und war bis 1961 als Ausstellungsort aktiv.
- Seit 2005 trägt die Institution den Namen Kunstmuseum Stuttgart und präsentiert Werke in einem modernen Glasbau an der Königstraße.
- Die Sammlung umfasst Schwerpunkte wie Otto Dix, Schwäbischen Impressionismus und zeitgenössische Kunst mit Leihgaben wie der Sammlung Frank.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
- Klimatisierte Räume sorgen für angenehme Bedingungen, insbesondere bei hohen Außentemperaturen während des Besuchs.
- Ein kostenloses WLAN steht für die Nutzung von digitalen Begleitmaterialien oder Recherchen während des Aufenthalts zur Verfügung.
Eigenschaften
Kunst & Kultur in Stuttgarts Galerie der Stadt
Die Galerie der Stadt Stuttgart, heute als Kunstmuseum Stuttgart bekannt, ist eine der bedeutendsten kulturellen Institutionen der Stadt und ein zentraler Ort für zeitgenössische und historische Kunst. Gegründet 1924 durch die Schenkung des neapolitanischen Grafen Silvio della Valle di Casanova, der seine Sammlung des „Schwäbischen Impressionismus“ der Stadt vermachte, entstand hier eine der ersten öffentlichen Kunstsammlungen Stuttgarts. Ursprünglich in der prächtigen Villa Berg präsentiert – einem 1853 für den Kronprinzen Karl von Württemberg erbauten Bau –, diente der Ort als kulturelles Forum und unterstrich Stuttgarts Anspruch, sich als Stadt der bildenden Kunst zu etablieren.
Die Geschichte der Galerie war jedoch von Brüchen geprägt. Während der NS-Zeit wurde die Sammlung systematisch erweitert, doch die Kriegsjahre brachten schwere Verluste: 1944 brannte die Villa Berg, und 1945 zerstörte eine Bombe Schloss Löwenstein, wo Teile der Sammlung eingelagert waren. Erst 1961 fand die Galerie in Theodor Fischers neuem Kunstgebäude am Schlossplatz eine Heimat, das sie mit dem Württembergischen Kunstverein teilte. Unter Direktor Eugen Keuerleber (1961–1986) entwickelte sich die Sammlung zu einem Schwerpunkt für baden-württembergische Kunst des 20. Jahrhunderts – vor allem durch Werke von Otto Dix, dessen Leben und Werk heute eng mit dem Museum verbunden sind.
Ein Meilenstein war der Museumsneubau 1999, entworfen vom Berliner Architekturbüro Hascher+Jehle: Der markante gläserne Würfel an der Königstraße vereint moderne Architektur mit traditionellen Ausstellungsräumen im darunterliegenden steinernen Kubus. Seit der Eröffnung 2005 beherbergt das Haus nicht nur die städtische Sammlung, sondern auch das Archiv Baumeister sowie Leihgaben wie die Sammlung Teufel (konkrete Kunst) oder die Sammlungen Rudolf und Bertha Frank sowie die Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter. Unter Direktorin Ulrike Groos (seit 2010) setzt das Museum auf Diversität – mit Werken junger Künstler:innen wie Michel Majerus oder Josephine Meckseper sowie einem Fokus auf Künstlerinnen wie Hanne Brenken oder Gego.
Das Kunstmuseum Stuttgart verbindet historische Kontinuität mit innovativer Präsentation: Klimatisierte Räume, barrierefreier Zugang und ein Mediaguide für Kinder machen den Besuch für alle Generationen attraktiv. Als Ergänzung entstand 2013 das Museum Haus Dix in Gaienhofen-Hemmenhofen am Bodensee, das Otto Dix’ Werk in seinem Geburtsort vertieft. Mit einem breiten Angebot an Führungen, Sonderausstellungen und Kooperationen mit Privatsammlern bleibt das Museum ein lebendiger Ort der Kunstvermittlung – zwischen Tradition und zeitgenössischer Experimentierfreude.