Galerie Interart
Highlights
- Galerie Interart in Stuttgart zeigt seit 1981 Kunstausstellungen, gegründet 1976 von Edgar Kuczera als Vereinsgalerie.
- Aktuelle Schwerpunkte: Recycling-Kunst (z. B. Collagen aus Verpackungsmaterial), Musik-Kunst-Projekte (Bandoneon) und Gruppenausstellungen wie ‚Emotions‘.
- Künstler wie Jürgen Jendrich (*The Second Life Show*) und Sylvia Faragó (*Ost-West-3*) präsentieren Materialobjekte und fotografische Werke.
Tipps
- Die Galerie bietet einen rollstuhlgerechten Zugang, sodass der Besuch für alle Besucherinnen und Besucher ohne Barrieren möglich ist.
- An allen Samstagen während der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher die anwesenden Künstlerinnen und Künstler persönlich kennenlernen und über deren Werke sprechen.
- Die Ausstellungen erstrecken sich teilweise auf zusätzliche Räumlichkeiten wie die benachbarte Kirche Sankt Katharina, was den räumlichen Kontext der Präsentation erweitert.
Eigenschaften
Kunstgalerie Interart – Stuttgart entdecken
Die Galerie Interart in Stuttgart zählt zu den bedeutenden kulturellen Orten der Stadt und bietet seit ihrer Gründung ein vielseitiges Forum für zeitgenössische Kunst. Gegründet 1976 als InterART – Union freischaffender Künstler und Kunstfreunde, entwickelte sich die Galerie zu einem wichtigen Treffpunkt für lokale und internationale Künstler:innen. Ihr heutiger Standort in der Rosenstraße unterstreicht die Verbindung von urbanem Flair und künstlerischem Schaffen – ein Ort, an dem Kunst lebendig wird und neue Perspektiven eröffnet.
Das Programm der Galerie Interart ist geprägt von experimentellen Ansätzen und einer breiten Palette künstlerischer Ausdrucksformen. Aktuelle Ausstellungen wie „THE SECOND LIFE SHOW“ von Jürgen Jendrich zeigen, wie Alltagsmaterialien wie Verpackungen, Zeitungsfragmente oder Kartonagen zu poetischen Collagen und Objekten umgestaltet werden. Die Werke reflektieren dabei die Spuren unserer Konsumgesellschaft und verleihen „Abfall“ eine neue, künstlerische Bedeutung. Parallel dazu präsentiert die Galerie Werke von Sylvia Faragó oder Wolfgang Knauß, die mit ihren Materialbildern und fotografischen Projekten ebenfalls gesellschaftliche Themen aufgreifen.
Ein besonderes Merkmal der Galerie Interart ist ihre Offenheit für interdisziplinäre Projekte. So verbindet die Ausstellung „Le temps passe“ von Jutta Uhde Malerei, Installation und Künstlerbücher und spannt einen Bogen von Vergänglichkeit bis zu persönlichen Erinnerungen – sogar die benachbarte Kirche Sankt Katharina wird in das Ausstellungsprojekt einbezogen. Auch die Gruppenausstellung „Emotions“ zeigt, wie vielfältig die künstlerische Sprache sein kann: von abstrakten Bewegungsstudien wie denen von Reinhard Brunner bis zu humorvollen Porträts im Stil Wilhelm Buschs. Die Galerie wird dabei zum Raum für Dialoge zwischen unterschiedlichen Stilen und Generationen.
Die Galerie Interart versteht sich nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Plattform für künstlerischen Austausch. Künstler:innen wie Edgar Kuczera, der seit den 1980er-Jahren die Entwicklung der Galerie mitprägte, oder Karin Eckstein, deren musikalische Performances (z. B. mit dem Bandoneon) die Ausstellungen bereichern, zeigen, wie Kunst und andere Künste verschmelzen können. Besonders die Samstage bieten Besuchern:innen die Möglichkeit, die Künstler:innen persönlich kennenzulernen und über ihre Werke zu diskutieren – ein zentraler Bestandteil des interaktiven Konzepts der Galerie.
Mit ihrem Fokus auf Handwerk, Materialität und gesellschaftskritische Themen bleibt die Galerie Interart ein wichtiger Akteur im Stuttgarter Kunstbetrieb. Sie verbindet Tradition und Moderne, lokale Identität und internationale Bezüge und lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben. Ob als Entdeckungstour durch ungewöhnliche Materialcollagen oder als sinnliche Reise durch Erinnerungen – die Galerie Interart bietet stets Anlass, den Blick für das Ungewöhnliche zu schärfen.