Linden-Museum
Highlights
- Das Linden-Museum in Stuttgart ist eines der größten Völkerkundemuseen Europas und beherbergt über 160.000 Objekte aus aller Welt.
- Gegründet 1882, erhielt es 1911 sein neoklassizistisches Gebäude und wird heute vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart getragen.
- Seit 2000 fördert das Museum interkulturelles Lernen mit Dauerausstellungen, Workshops und Sonderausstellungen wie zur Benin-Restitution.
Tipps
- Das Museum bietet inklusive Erlebnisse wie 'Fühlbar hören' für Menschen mit Behinderungen.
- Interessierte können an Workshops, Vorträgen und thematischen Führungen teilnehmen.
- Die Dauerausstellung 'Wo ist Afrika?' lädt zur Auseinandersetzung mit kulturellen Perspektiven ein.
Eigenschaften
Über Linden-Museum
Das Linden-Museum in Stuttgart zählt zu den bedeutendsten Völkerkundemuseen Europas und präsentiert eine umfangreiche Sammlung von rund 160.000 Objekten aus Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien sowie dem Islamischen Orient. Träger des Museums sind das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart. Seit seiner Gründung im Jahr 1882 hat sich das Haus zu einer zentralen Institution für interkulturelles Lernen entwickelt. Die Ausstellungen thematisieren kulturelle Vielfalt, Gesellschaft, Identität und Glaubensvorstellungen und ermöglichen den Besucher:innen den Blick über den europäischen Horizont hinaus.
Das heute genutzte Gebäude wurde 1911 nach Entwürfen des Architekten Georg Eser errichtet und zählt architektonisch wie inhaltlich zu den herausragenden Kulturstandorten der Region. Die Sammlung entstand über Jahrzehnte durch private Initiativen, unter anderem durch den Förderverein „Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde zu Stuttgart“, sowie durch Beiträge des letzten Königs von Württemberg. Seit 1973 ist das Linden-Museum als staatliche Einrichtung organisiert, wobei der Trägerverein weiterhin Bildungs- und Vermittlungsarbeit leistet.
Im Fokus stehen sowohl Dauerausstellungen als auch wechselnde Sonderausstellungen, die verschiedene Kulturkreise und deren Lebenswelten darstellen. Dazu gehören beispielsweise Präsentationen zu Ozeanien, Ostasien, dem Islamischen Orient oder afrikanischen Gesellschaften. Ergänzt wird das Angebot durch ein vielfältiges Programm aus Workshops, Vorträgen, Filmvorführungen, Tanz- und Musikaufführungen sowie speziellen Führungen für verschiedene Zielgruppen. Auch Schulen und Kindergärten werden ge gezielt angesprochen, um kulturelle Bildung frühzeitig zu fördern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf partizipativen und inklusiven Zugängen zur Kulturvermittlung. Projekte wie barrierearme Museumsangebote oder künstlerische Interventionen tragen dazu bei, verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Kulturen zu fördern. Auch die Auseinandersetzung mit kolonialer Geschichte wird im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen thematisiert, etwa in der Präsentation zur Restitution von Kulturgut aus dem Königreich Benin.
Das Museum genießt bei Besucher:innen ein hohes Ansehen, wie die durchschnittliche Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 200 Bewertungen zeigt. Gäste loben die Vielseitigkeit der Ausstellungen, die Qualität der Kuratierung sowie das freundliche Personal. Auch das hauseigene Café erhält positive Resonanz, insbesondere für seine Tagesgerichte. Mit seiner klaren inhaltlichen Ausrichtung und der Verankerung im gesellschaftlichen Diskurs bleibt das Linden-Museum ein zentraler Ort kultureller Begegnung in Stuttgart und darüber hinaus.