Linden-Museum Stuttgart
Highlights
- Das Linden-Museum Stuttgart zeigt Dauerausstellungen zu Kulturen aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika.
- Aktuell läuft die Sonderausstellung „Benin: Restitution als Prozess“ mit Fokus auf Rückführungen nach Nigeria.
- Das Museum lädt mit Führungen, Workshops und digitalen Angeboten zum Entdecken und Mitmachen ein.
Tipps
- Interessierte können an Lunchbox-Kurzführungen teilnehmen, die mittags stattfinden und einen kompakten Einblick in aktuelle Themen des Museums bieten.
- Das Museum lädt Kinder und Jugendliche ab vier Jahren zum Entdecken und Mitmachen ein – mit speziellen Angeboten, die spielerisch Kulturen und Lebenswelten erschließen.
Eigenschaften
Über Linden-Museum Stuttgart
Das Linden-Museum Stuttgart ist eines der bedeutenden Museen für außereuropäische Kulturen in Baden-Württemberg. Es präsentiert eine umfangreiche Sammlung von über 160.000 Objekten, die verschiedene Kulturkreise aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika widerspiegeln. Die Dauerausstellungen erstrecken sich über mehrere Kontinente und bieten Einblicke in Lebenswelten, Traditionen und kulturelle Praktiken unterschiedlichster Gesellschaften. Themenschwerpunkte reichen von Alltagskultur und Ritualgegenständen bis hin zu religiösen und künstlerischen Ausdrucksformen.
Das Museum versteht sich als Ort des Dialogs und reflektiert kritisch koloniale Geschichte sowie aktuelle gesellschaftliche Prozesse. In Sonderausstellungen und begleitenden Programmen werden unter anderem restitutionsspezifische Fragestellungen behandelt, wie beispielsweise im Projekt zur Rückführung von Kulturgut aus dem Königreich Benin. Neben der Präsentation historischer Objekte liegt ein Schwerpunkt auf zeitgenössischen kulturellen Entwicklungen und globalen Zusammenhängen. Interdisziplinäre Kooperationen mit internationalen Institutionen ergänzen die inhaltliche Ausrichtung.
Besucher*innen erwarten vielfältige Angebote, darunter Workshops, thematische Führungen, Vorträge und spezielle Formate für Kinder und Jugendliche. Auch inklusive Zugänge stehen im Fokus, etwa durch taktile und akustische Elemente zur barrierearmen Wahrnehmung. Das Leitbild des Hauses basiert auf Respekt, Offenheit und kritischem Umgang mit kultureller Vielfalt. Die „Sammlung digital“ ermöglicht zudem einen virtuellen Zugang zu Teilen der Bestände sowie Einblicke in Provenienzforschung und Hintergründe einzelner Exponate.
Das Linden-Museum positioniert sich als Ort, der Raum für Perspektivwechsel schafft und zur Auseinandersetzung mit globalen Zusammenhängen einlädt. Es fördert den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und trägt zur Sensibilisierung für nichteuropäische Lebensrealitäten bei. Durch innovative Ausstellungsformate und partizipative Projekte wird ein Plattformcharakter eingenommen, der Diskussionen ebenso ermöglicht wie individuelle Zugänge zu fremden Kulturen fördert.