Ehemalige Grube Hermann
Tipps
- Das Gelände ist ehemaliges Bergbauland mit Wald, Torfmoosbeständen und Stollen – ideal für Naturliebhaber.
- Ein kleiner Quellbach und feuchte Geländemulden bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Amphibien.
- Die Fläche grenzt direkt an Plettenberg und ist über Forstwege gut zu Fuß zu erreichen.
Eigenschaften
Über Ehemalige Grube Hermann
Die ehemalige Grube Hermann befindet sich im südwestlichen Teil des Stadtgebiets Plettenberg im Märkischen Kreis, Nordrhein-Westfalen. Obwohl das Naturschutzgebiet offiziell im benachbarten Sundern liegt, grenzt es direkt an die Stadt Plettenberg und ist somit ein integraler Bestandteil der regionalen Naturlandschaft. Das Gelände erstreckt sich über eine Fläche von etwa 5,2 Hektar und liegt südwestlich des Weilers Hüttebrüchen.
Das Areal ist ein ehemaliges Bergbaugelände, das durch historische Bergbautätigkeiten geprägt ist. Heute zeigt sich das Landschaftsbild geformt durch Waldflächen, kleinräumige Geländemulden, Aufschüttungen und ehemalige Stollen. Diese Strukturen schufen eine vielfältige Kleinstruktur, die heute Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bietet. Im NSG finden sich unter anderem Fichtenwälder, quellennahe Bereiche mit Erlenmischwald sowie kleinflächige Feuchtstellen, die als potenzielle Laichgewässer für Amphibien dienen.
Ein besonderes Merkmal des Geländes ist eine im Nordwesten gelegene Stollenöffnung, aus der ein kleiner Quellbach austritt. Der Stollen selbst liegt außerhalb des Naturschutzgebiets, wird aber dennoch als potenzielles Quartier für Fledermäuse bewertet. Diese unterirdischen Strukturen sowie die vielfältigen Lebensräume wie Feuchtbiotope und Laubwaldflächen tragen zur hohen ökologischen Wertigkeit des Gebiets bei.
Das Schutzziel des Naturschutzgebiets besteht im Erhalt und der Entwicklung der durch strukturelle Vielfalt gekennzeichneten Lebensräume. Dabei steht nicht nur der Artenschutz im Vordergrund, sondern auch die Erhaltung kulturhistorischer Spuren des ehemaligen Bergbaus. Die Fläche wird zudem als Refugium für seltene heimische Pflanzen- und Tierarten genutzt, darunter unter anderem der Frauenfarn, der Kleine Dornfarn sowie verschiedene charakteristische Arten feuchter Lebensräume.