Parks & Gärten

Remmestoth

58840 Plettenberg

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Remmestoth in Plettenberg umfasst einen 1,3 Hektar großen Buchen- und Schluchtwald im Homertgebirge.
  • Geschützt werden seltene Waldtypen wie der Silberblatt-Schluchtwald und der Waldmeister-Buchenwald sowie gefährdete Arten.
  • Das Gebiet ist seit 1985 ausgewiesen und steht unter Naturschutz, um naturnahe Waldlebensgemeinschaften langfristig zu erhalten.

Tipps

  • Der Geländeunterschied und die Quellbereiche laden zur Beobachtung seltener Pflanzen- und Tierarten ein, insbesondere in den kühleren, feuchten Nischen des Schluchtwaldes.
  • Ein Besuch lohnt besonders für Naturliebhaber, die urige Waldbiotope und den Kontrast zwischen Natur und naher Straßenlage erleben möchten.

Eigenschaften

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Über Remmestoth

Das Naturschutzgebiet Remmestoth befindet sich im südwestlichen NRW, nahe der Ortschaft Plettenberg im Märkischen Kreis. Es liegt im sogenannten Lennegebirge und stellt einen kleinen, aber ökologisch wertvollen Waldkomplex dar. Das rund 1,3 Hektar große Schutzgebiet umfasst einen bewaldeten Talschluss eines Nebenflusses des Leinscheder Baches. Es erstreckt sich in einer Höhenlage zwischen etwa 360 und 400 Metern über Normalnull und ist westlich exponiert. Charakteristisch für das Gebiet ist ein Buchen-Altholzbestand, der im oberen Hangbereich in einen Ahornmischwald übergeht.

Im Naturschutzgebiet dominieren naturnahe Waldgesellschaften, darunter hauptsächlich Hainsimsen-Buchenwald sowie im nördlichen Teil Waldmeister-Buchenwald. Im südlichen Abschnitt unterhalb der Landesstraße erstreckt sich ein nordexponierter Ahorn-Schlucht- und Hangschuttwald. In diesem Bereich ist auch der seltene Bestand des Wilden Silberblatts zu finden. Der Wald zeichnet sich durch strukturreiche Elemente wie Starkholz, Totholz und lokal vorhandene Naturverjüngung aus. Diese Merkmale tragen zu einem urigen Waldbild bei, das im Kontrast zur nahegelegenen Straßeninfrastruktur steht.

Das Schutzziel des NSG Remmestoth besteht im Erhalt und in der Entwicklung eines naturnahen Buchenwaldes auf Schluchtwaldstandort einschließlich eines Bachlaufes und einer Sickerquelle. Der Erhalt dieser Lebensräume ist von Bedeutung für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Zu den im Gebiet nachgewiesenen Arten zählen unter anderem der Aronstab, das Echte Springkraut, der Frauenfarn sowie der Berg-Ahorn und die Rotbuche. Im Tierreich profitieren verschiedene Arten vom strukturreichen Waldökosystem, wenngleich artenspezifische Daten nicht detailliert erfasst sind.

Das Gebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt, um die seltenen Waldtypen langfristig zu erhalten. Dabei spielt insbesondere der Schutz des Silberblatt-Schluchtwaldes und des Waldmeister-Buchenwaldes eine zentrale Rolle. Historisch wurde der Bereich im unteren Hang durch forstliche Nutzungsmaßnahmen beeinträchtigt, und der ehemalige Quellbiotop ist heute nicht mehr auffindbar. Aktuell besteht das Gebiet aus einem zusammenhängenden Flächenabschnitt, der keiner forstlichen Bewirtschaftung unterliegt. Jegliche Nutzungsmaßnahmen sind ausgeschlossen, um die natürliche Entwicklung des Waldökosystems langfristig zu sichern.

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