Denkmal/Gedenkstätte

Gefallenendenkmal

Am Anger 3, 37281 Wanfried-Altenburschla

Highlights

  • Das Gefallenendenkmal in Altenburschla steht vor der Kirche und trägt Inschriften zu beiden Weltkriegen.
  • Gestaltet mit Obelisk, eisernem Kreuz und Eichenkranz erinnert es an die Toten und Vermissten der Kriege.
  • Eine Gedenktafel an Haus Nr. 5 erinnert an die Brüder Lorenz, Opfer der Fremdherrschaft von 1807.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich vor der Kirche in Altenburschla und ist gut sichtbar.
  • In der Schlierbachstraße Nr. 5 ist eine Gedenktafel für die Brüder Lorenz angebracht.
  • Die Namen der Gefallenen beider Weltkriege sind auf Platten am Denkmal verzeichnet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gefallenendenkmal

Das Gefallenendenkmal in Wanfried-Altenburschla erinnert an die Bewohner der Gemeinde, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren oder als vermisst gelten. Es steht vor der Kirche im Ortsteil Altenburschla und bildet sowohl ein kulturhistorisches Zeugnis als auch einen zentralen Ort des Gedenkens. Die Gestaltung des Denkmals folgt einem klassischen Schema: Auf einem quadratischen Sockel ruht ein Obelisk, der an seiner Vorderseite mit einem Eisernen Kreuz und einem Eichenkranz verziert ist. Der Sockel trägt drei Inschrifttafeln, auf denen unter anderem die Aufforderung „VERWEILE GEDENKE DER TOTEN UND VERMISSTEN DER WELTKRIEGE“ zu lesen ist.

Die Namen der Kriegsopfer sind auf den Gedenktafeln aufgelistet, unterteilt nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Neben den Namen finden sich auch Geburts- und Todesdaten sowie Hinweise zu den Umständen des Todes oder der Vermisstenmeldung. Unter den namentlich Erwähnten sind auch die Brüder Cornelius und Nikolaus Lorenz, die bereits im frühen 19. Jahrhundert während der napoleonischen Besatzungszeit in französischer Gefangenschaft umkamen. Sie wurden später von der Gemeinde als „Die Propheten von Altenburschla“ bezeichnet. Ihre Geschichte ist eng mit der regionalen Erinnerungskultur verbunden und wird durch eine zusätzliche Gedenktafel am Haus Schlierbachstraße 5 in Erinnerung gehalten.

Das Denkmal fungiert als Mahnmal und dient der Erhaltung des kollektiven Gedächtnisses an die Opfer beider Weltkriege. Es repräsentiert die Tradition des Gedenkens in ländlichen Räumen und spiegelt die Verluste wider, die auch kleine Gemeinden wie Altenburschla im Laufe der deutschen Geschichte zu tragen hatten. Die nüchterne Formgebung des Denkmals unterstreicht den ehrenden, aber zurückhaltenden Charakter der Erinnerungskultur. Die Inschriften und die Anordnung der Namen vermitteln einen direkten Bezug zu den Familien und Schicksalen vor Ort.

Die Erinnerungskultur in Wanfried-Altenburschla umfasst neben dem zentralen Denkmal auch weitere lokale Initiativen zur Aufarbeitung der Geschichte. Die sorgfältige Dokumentation der Namen und Lebensdaten zeigt das Bemühen, auch die weniger bekannten Schicksale nicht zu vergessen. Die Erhaltung und Pflege des Denkmals sowie die öffentliche Wahrnehmung verdeutlichen die Bedeutung solcher Orte für das Verständnis von Geschichte und Verantwortung in der Region des Wartburgkreises in Thüringen.

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