Denkmal/Gedenkstätte

Bärenfels

79664 Wehr

Highlights

  • Burg Bärenfels ist eine Höhenburg auf 702,5 m ü. NHN über Wehr in Baden-Württemberg.
  • Die Ruine ist frei zugänglich, der Bergfried dient heute als Aussichtsturm.
  • Erste Erwähnung der Burg unter dem Namen Berenfels erfolgte 1410.

Tipps

  • Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich, ein Eintritt ist nicht erforderlich.
  • Der Bergfried dient heute als Aussichtsturm und bietet einen guten Rundblick.
  • Gute feste Schuhe empfehlen sich für den Aufstieg zur Burg.

Eigenschaften

Outdoor Familie Romantisch Ganzjährig

Über Bärenfels

Die Burg Bärenfels, auch bekannt unter den Namen Berenfels, Berenvels oder Steinegg, thront auf einer Höhe von 702,5 Metern über dem Ort Wehr im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Die weithin sichtbare Burgruine ist jederzeit frei zugänglich und zählt heute zu den markanten Aussichtspunkten der Region. Der ehemalige Bergfried dient mittlerweile als Aussichtsturm die umliegende Landschaft aus großer Höhe zu betrachten.

Die Geschichte der Burg Steinegg beginnt im frühen 14. Jahrhundert, als sie von Walter II. Vasolt und seinem Sohn erbaut wurde. Die Familie Vasolt verkaufte die Burg kurz nach ihrer Errichtung an die österreichischen Herzöge und erhielt sie anschließend als Lehen zurück. Im weiteren Verlauf des Mittelalters wechselte der Besitz mehrfach; nach dem Tod von Walter III. Vasolt kam das Anwesen über die Meier von Hüningen zunächst an das Kloster Klingental und später an die Ritter von Bärenfels. Diese sind erstmals um das Jahr 1410 als Besitzer urkundlich belegt. In der Folgezeit wurde die Burg im Zuge eines Konflikts zwischen dem vorderösterreichischen Landvogt und der Stadt Basel besetzt, ehe sie über Vermittlung des Markgrafen Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg wieder zurückgegeben wurde.

Die Bausubstanz der Burg besteht aus regionalen Gesteinen wie Gneis, Granit und Syenit. Die Anlage umfasst eine unregelmäßig angelegte, sechseckige Ringmauer, die den Innenhof umgibt. Besonders auffällig ist die westliche Schildmauer, die bis zu 8,5 Meter hoch und 3,5 Meter breit erhalten geblieben ist. Im Zentrum der Anlage erhebt sich der runde Bergfried, der sowohl innen als auch außen unterschiedliche Höhen aufweist. Die Mauerstärke variiert und spiegelt die geschickte Bauweise der damaligen Zeit wider. Der Turm ist über einen Hocheingang erreichbar, der über die Mauerkrone der südlichen Schildmauer zugänglich ist – ein Zugang, der erst im 19. Jahrhundert angelegt wurde.

Die Burg Steinegg wurde nach einem Kriegseinfall im frühen 15. Jahrhundert offenbar nicht mehr vollständig instand gesetzt. Eine urkundliche Erwähnung von 1437 deutet darauf hin, dass die Anlage bereits zu diesem Zeitpunkt in einem ruinösen Zustand war. Heute präsentiert sich die Ruine als eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und bietet von ihrer Plattform aus einen weiten Blick über das südbadische Hügelland. Als Aussichtsturm lädt der Bergfried Besucher dazu ein, die malerische Landschaft rund um Wehr und darüber hinaus zu erkunden.

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