Burgruine Bärenfels
Highlights
- Burgruine Bärenfels liegt auf 702,5 m ü. NHN über Wehr und ist jederzeit frei zugänglich.
- Die Burg wurde 1325–1330 erbaut und dient heute der Bergfried als Aussichtsturm.
- Bauherr war Walter II. Vasolt, später kamen die Bärenfelser als Besitzer hinzu.
Tipps
- Die Burgruine Bärenfels ist jederzeit frei zugänglich und bietet einen beeindruckenden Panoramablick über das Wehratal bis zu den Alpen.
- Ein Aufstieg lohnt sich besonders für Wanderbegeisterte, da der Weg vom Forsthaus zur Burg lohnenswert und der Turm als Aussichtspunkt nutzbar ist.
- Gute Wetterbedingungen erhöhen den Genuss, denn bei klarem Himmel sind die Alpen und der Rhein bis Basel sichtbar.
Eigenschaften
Über Burgruine Bärenfels
Die Burgruine Bärenfels thront auf dem 702,5 Meter über Normalhöhennull gelegenen Steinegg über der Stadt Wehr im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Die ehemalige Höhenburg, auch bekannt als Burg Steinegg, Berenfels oder Berenvels, ist heute eine markante Ruine, die jederzeit frei zugänglich ist. Der Bergfried der Anlage dient heute als Aussichtsturm und bietet einen weiten Blick über das Wehratal bis hin zum Rhein, bei klaren Verhältnissen sogar bis zu den Alpen. Die strategische Bedeutung des Geländes ist bis heute spürbar, umgeben vom Hotzenwald und mit freiem Blick Richtung Schweiz.
Die Geschichte der Burg reicht in das späte Mittelalter zurück. Sie wurde im frühen 14. Jahrhundert von Walter II. Vasolt und seinem Sohn erbaut, nachdem die Familie Vasolt große Teile des ehemaligen Besitzes des Klosters Klingental erworben hatte. Aus finanziellen Gründen mussten sie die Burg jedoch bereits kurze Zeit später an die Herzöge von Österreich verkaufen, die ihrerseits die Familie Vasolt weiterhin mit der Burg belehnten. Im weiteren Verlauf des Jahrhunderts gelangte der Besitz an die Meier von Hüningen und später an die Ritter von Bärenfels, die hier ihren Wohnsitz einrichteten. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen im 15. Jahrhundert wurde die Burg offenbar nicht mehr vollständig aufrechterhalten und fiel nach und nach in den Ruin.
Die Bauweise der Burg spiegelt die natürliche Umgebung wider: Verwendet wurden vor Ort gefundene Gesteine wie Gneis, Granit und Syenit. Die Anlage gliedert sich in eine Kernburg mit ringförmiger Mauer und einen tiefer gelegenen Vorburgbereich. Die Mauer, besonders auf der Westseite als Schildmauer ausgeführt, ist an manchen Stellen noch bis zu 8,5 Meter hoch und bis zu 3,5 Meter breit. Das zentrale Bauwerk ist der runde Bergfried, der sowohl innen als auch außen unterschiedliche Maße aufweist. Die Mauern sind mit einer beachtlichen Dicke von bis zu 2,20 Metern konstruiert. Der Zugang zum Turm erfolgte ursprünglich über einen Hocheingang, der heute über die Mauerkrone erreichbar ist. Ältere Teile des Eingangs auf der gegenüberliegenden Seite wurden im 19. Jahrhundert zugemauert.
Die Ruine ist heute ein beliebtes Wanderziel und lockt Besucher mit einem beeindruckenden Panoramablick. Der Aufstieg besonders für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen. Wanderwege führen vom Forsthaus zur Burg und ermöglichen einen erlebnisreichen Aufstieg durch den bewaldeten Hang. Die Ruine steht vollständig unter Denkmalschutz und ist ein Zeugnis der mittelalterlichen Baukunst und regionalen Geschichte im südbadischen Raum.