Kirche/Kloster

St. Peter und Paul Oberweimar

Kirchengemeinde Oberweimar-Ehringsdorf, 99425 Plan 2

Highlights

  • St. Peter und Paul Oberweimar entstand 1248–1283 als gotische Klosterkirche, basierend auf einer Siedlung seit dem 11. Jh.
  • 1733 erhielt die Kirche ihr barockes Mansarddach und Tonnengewölbe durch Landbaumeister Johann Adolf Richter.
  • Fresken der heiligen Ursula und Antonius wurden 1898 bei einer Renovierung unter Baurat Wilhelm Wittchen freigelegt.

Tipps

  • Der barocke Altarraum zeigt freigelegte Fresken aus dem 19. Jahrhundert, die Szenen der heiligen Ursula und des heiligen Antonius darstellen.
  • Die gotischen Fenster im Chorbereich bewahren originale Elemente aus dem 13. Jahrhundert und verleihen dem Innenraum historisches Lichtspiel.
  • Der dreiseitige Chorabschluss und der schiefergedeckte Westturm prägen das Stadtbild von Oberweimar und markieren den historischen Kirchenstandort.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirchenbesuch St. Peter und Paul Oberweimar

Die evangelische Kirche St. Peter und Paul in Oberweimar zählt zu den historisch bedeutendsten Sakralbauten im Bereich von Plan 2 und gilt als eine der ältesten Kirchen Weimars. Bereits im 13. Jahrhundert war Oberweimar ein wichtiger Siedlungsort mit einer eigenen Kirche, wie eine Urkunde von Papst Innozenz IV. aus dem Jahr 1247 belegt. Zwischen 1248 und 1283 entstand der erste Kirchenbau, der später durch ein neues Gotteshaus ersetzt wurde, das 1361 fertiggestellt wurde. Dieses Klostergebäude war eng mit der Erzpriesterwürde verbunden, die bis 1346 von den Grafen von Orlamünde ausgeübt wurde. Nach dem Übergang unter die Herrschaft der Wettiner blieb die Kirche jedoch ein zentraler Ort des Glaubens und der Gemeinschaft.

Der prägende Charakter der heutigen Kirche entstand im 18. Jahrhundert, als unter der Leitung des herzoglichen Landbaumeisters Johann Adolf Richter das markante Mansarddach, ein hölzernes Tonnengewölbe sowie eine barocke Innenausstattung hinzugefügt wurden. Besonders auffällig ist der dreiseitige Chorabschluss, der noch heute die Silhouette des Ortes bestimmt. Einige originale gotische Fenster sind erhalten geblieben und verleihen dem Bau eine einzigartige Mischung aus mittelalterlicher und barocker Architektur. Die Kirche überstand auch Naturkatastrophen wie die „Thüringer Sintflut“ von 1613, die jedoch nur vorübergehende Schäden verursachte.

Im Jahr 1898 erfolgte eine umfassende Renovierung unter der Leitung von Baurat Wilhelm Wittchen, bei der unter anderem die Fresken der heiligen Ursula und des heiligen Antonius im Altarraum freigelegt wurden. Diese künstlerischen Elemente sind bis heute sichtbar und zeugen von der reichen Geschichte des Ortes. Seit 2004 wurde die Kirche erneut restauriert, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes gelegt wurde. Mit einer Google-Bewertung von 4,8 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt St. Peter und Paul nicht nur als architektonisches Juwel, sondern auch als ein Ort der Andacht und des kulturellen Erbes in Oberweimar.

Der Kirchenbau mit seinem schiefergedeckten Westturm und dem barocken Mansarddach prägt bis heute den Ortskern von Oberweimar und lädt Besucher ein, die Verbindung von mittelalterlicher Tradition und barocker Pracht zu erleben. Als eines der ältesten Gotteshäuser der Region bietet die Kirche nicht nur einen Einblick in die religiöse Geschichte, sondern auch in die Entwicklung einer ganzen Region. Besonders die harmonische Verschmelzung von gotischen und barocken Elementen macht sie zu einem einzigartigen Wahrzeichen in Plan 2.

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