Denkmal/Gedenkstätte

Wohnhaus von Wilhelm Wagenfeld

Ilmstraße 4A, 99425 Weimar

Highlights

  • Das Wohnhaus von Wilhelm Wagenfeld in Weimar zeigt sein architektonisches Schaffen und prägte die moderne Wohnkultur der 1950er Jahre.
  • Hier lebte und arbeitete der Designer, dessen Entwürfe wie die Bauhausleuchte internationale Designgeschichte schrieben.
  • Das Haus verbindet Funktionalismus mit biografischen Einblicken in Wagenfelds langjähriges Schaffen von 1900 bis 1998.

Tipps

  • Der Besuch des Wohnhauses bietet Einblicke in die funktionale und ästhetische Gestaltung des Bauhaus-Stils durch Wilhelm Wagenfelds Entwürfe.
  • Die barrierefreie Gestaltung ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu allen Ausstellungsbereichen, inklusive rollstuhlgerechter Wege und taktiler Markierungen.
  • Die Ausstellung ‚Wilhelm Wagenfeld A bis Z‘ ordnet das Werk des Designers thematisch nach dem Alphabet und verbindet es mit historischen und gesellschaftlichen Designfragen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Wagenfelds Wohnhaus Weimar – Kulturdenkmal

Das Wohnhaus von Wilhelm Wagenfeld in Weimar zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der deutschen Designgeschichte. Jahrhunderts. Sein Haus in Weimar spiegelt nicht nur seinen Lebensstil wider, sondern auch seine philosophische Haltung: die Verbindung von Ästhetik, Funktionalität und sozialem Engagement. Als Wegbereiter des Bauhaus-Stils und später als Mitbegründer der „Funktionalistischen Bewegung“ schuf Wagenfeld ikonische Designs wie die berühmte „Bauhausleuchte“ oder die „Aladin-Kanne“, die bis heute als Maßstäbe für zeitloses Design gelten.

Das Wohnhaus selbst ist ein Ort, der Wagenfelds Denken und Schaffen verkörpert. Hier entwickelte er Entwürfe, die bis in die Gegenwart nachwirken – etwa die „Doppelschale“ der Porzellanmanufaktur Fürstenberg oder seine Arbeiten für das Bundeskanzleramt. Die Ausstellung „Wilhelm Wagenfeld A bis Z“ nutzt das Alphabet als Struktur, um sein Werk systematisch zu erschließen, von „Alltag“ bis „Zweckleuchten“. Damit wird nicht nur sein Schaffen präsentiert, sondern auch die universelle Bedeutung von Design für die Alltagskultur aufgezeigt. Besonders beeindruckend ist, wie Wagenfelds Ansätze – wie die Idee des „Brauchen und Gebrauchen“ – die Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Industrie überwanden.

Das Wilhelm Wagenfeld Haus in Weimar ist zudem ein Ort der Reflexion über Designgeschichte und gesellschaftliche Verantwortung. Ausstellungen wie „Die Entdeckung der Dinge“ oder „Create with Aarhus“ verbinden historische Exponate mit aktuellen Perspektiven, etwa durch Kooperationen mit internationalen Designzentren oder jungen Künstler*innen. So wird das Haus zu einem lebendigen Archiv, das nicht nur Wagenfelds Erbe bewahrt, sondern auch aktuelle Debatten über Freiheit, Selbstbestimmung und gestalterische Vielfalt aufgreift. Besonders die Ausstellung „was ich anhatte“ thematisiert gesellschaftliche Tabus wie sexualisierte Gewalt und zeigt, wie Design auch als Medium für gesellschaftlichen Wandel fungieren kann.

Ein weiteres Highlight ist die Präsentation von Wagenfelds unvollendeten Entwürfen und seltenen Fotografien, die bisher kaum öffentlich zugänglich waren. Diese Exponate werfen ein neues Licht auf sein komplexes Schaffen und seine Rolle als Brückenbauer zwischen Tradition und Innovation. Das Haus in Weimar unterstreicht damit nicht nur Wagenfelds Einfluss auf die Moderne, sondern auch die Kontinuität seines Denkens in einer sich ständig wandelnden Welt. Als Kulturdenkmal vereint es Geschichte, Design und gesellschaftliche Relevanz – ein Ort, der zum Nachdenken und Staunen einlädt.

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