Kirche/Kloster

Marienstatue Wietmarschen

Klostergang 7, 49835 Wietmarschen

Highlights

  • Die Marienstatue in Wietmarschen stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1930 in der Wallfahrtskirche im rechten Seitenschiff aufgestellt.
  • Die Statue zeigt Maria mit Jesuskind auf dem linken Arm – eine 1988 entdeckte Originalposition nach einer beschädigten Restaurierung.
  • Seit 1921 wird die Wallfahrt zur Marienstatue jährlich am Sonntag vor Christi Himmelfahrt mit Open-Air-Gottesdienst fortgeführt.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Marienkapelle.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gelände erleichtert die Anreise für alle Gäste mit besonderen Anforderungen.
  • Die historische Marienstatue zeigt auf dem linken Arm das Jesuskind, wie es nach einer Restaurierung im Jahr 1988 wiederhergestellt wurde.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Marienstatue Wietmarschen – Sakrale Kultur in Wietmarschen

Die Marienstatue Wietmarschen ist ein bedeutender Wallfahrtsort im Herzen des niedersächsischen Wietmarschen und zieht seit Jahrhunderten Gläubige sowie Geschichtsinteressierte an. Die Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind steht im rechten Seitenschiff der Wallfahrtskirche, die einst als Klosterkirche des ehemaligen Damenstifts Wietmarschen diente. Die Tradition der Wallfahrt wurde im frühen 20. Jahrhundert durch den langjährigen Pastor Tthias Rosemann wiederbelebt, nachdem sie über Jahrhunderte nach der Reformation ruhte.

Die Geschichte der Marienstatue ist eng mit der wechselvollen Vergangenheit des Ortes verbunden. Ursprünglich stand die Kirche als hölzerne Kapelle neben einem Eibenbaum, bevor sie im 13. Jahrhundert im romanischen Stil neu erbaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert – etwa im 16. Jahrhundert im gotischen Stil und später durch einen barocken Glockenturm, der ohne festen Fundament auf Findlingen ruhte. Die Statue selbst wurde bei einer Restaurierung 1988 als Original aus der Zeit vor der Reformation identifiziert: Kunsthistoriker entdeckten, dass Maria das Jesuskind ursprünglich auf dem linken Arm trug – eine detailgetreue Wiederherstellung folgte nach der Beschädigung durch Prozessionen.

Die Wallfahrt zur Marienstatue hat seit ihrer Wiederbelebung 1921 eine lebendige Tradition. Besonders bekannt ist der jährliche Open-Air-Gottesdienst am Sonntag vor Christi Himmelfahrt, der seit 1960 in der Umgebung der Kirche stattfindet. Die Atmosphäre dieser Veranstaltung verbindet spirituelle Andacht mit der malerischen Landschaft des Teutoburger Waldes, der sich in der Nähe erstreckt. Der Wallfahrtsort ist zudem barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz, um Menschen aller Generationen willkommen zu heißen.

Das Stiftsmuseum der Kirchengemeinde St. Johannes Apostel bietet Einblicke in die Geschichte des Klosters und der Wallfahrt. Gezeigt werden die Entwicklung des Stiftes vom mittelalterlichen Damenkloster über die Reformation bis zur modernen Wallfahrtsgemeinde. Eine besondere Ausstellung präsentiert 100 historische Bilder zur Ortsgeschichte, während Führungen des Heimatvereins Wietmarschen Einblicke in die Architektur und Sakralkunst der Region gewähren. Die Verbindung von sakraler Verehrung und lokaler Historie macht den Ort zu einem einzigartigen Ausflugsziel für Kultur- und Glaubenssuchende.

Die Marienstatue Wietmarschen steht somit als Symbol für Kontinuität und Erneuerung – ein Ort, an dem sich spirituelle Traditionen mit der lebendigen Geschichte eines ehemaligen Klosters verbinden. Ob als Wallfahrtsziel, bei einem Besuch des Museums oder während des jährlichen Festgottesdienstes: Die Marienstatue lädt ein, die Verbindung von Andacht und regionaler Identität zu erleben.

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