Kirche/Kloster

St. Johannes Apostel

Matthias-Rosemann-Straße, 49835 Wietmarschen

Highlights

  • Die Kirche St. Johannes Apostel in Wietmarschen hat einen rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz für barrierefreien Besuch.
  • Die Marienstatue (16. Jh.) wurde 1988 restauriert – das Jesuskind trägt seitdem wieder den ursprünglichen linken Arm.
  • Seit 1921 lockt die Wallfahrt zur Marienstatue jährlich Pilger und Gläubige, inkl. Open-Air-Gottesdienst vor Christi Himmelfahrt.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht Besuchern einen ungehinderten Eintritt in die Kirche St. Johannes Apostel.
  • Ein barrierefreier Parkplatz in der Nähe der Kirche wird für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen bereitgestellt.
  • Die Marienstatue zeigt das Jesuskind seit einer Restaurierung im Jahr 1988 wieder auf dem ursprünglich linken Arm.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Johannes Apostel Wietmarschen

Die katholische Kirche St. Johannes Apostel in Wietmarschen ist ein bedeutender Wallfahrtsort mit einer faszinierenden Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich als Kloster gegründet, entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der Marienverehrung, das bis heute Gläubige aus nah und fern anzieht. Besonders berühmt ist die historische Marienstatue, die seit Jahrhunderten als Schutzpatronin verehrt wird. Die Statue, die Maria mit dem Jesuskind zeigt, wurde im Laufe der Zeit restauriert, wobei 1988 festgestellt wurde, dass das Kind ursprünglich auf dem linken Arm getragen wurde – eine detailreiche Entdeckung, die auf Prozessionsschäden und eine spätere Korrektur hindeutet.

Der Wallfahrtsort erlebte im frühen 20. Jahrhundert eine Renaissance, als sich der damalige Pastor für die Wiederbelebung der Tradition einsetzte. Seit 1921 zieht die Kirche jährlich Pilger an, die vor der Marienstatue beten und um ihre Fürsprache bitten. Ein besonderes Highlight ist der jährliche Open-Air-Gottesdienst am Sonntag vor Christi Himmelfahrt, der unter freiem Himmel stattfindet und die Verbindung von Kirche und Natur lebendig werden lässt. Die Wallfahrt hat sich zu einem festen Bestandteil der regionalen Spiritualität entwickelt und wird von Gläubigen aus dem Umland sowie darüber hinaus geschätzt.

Neben der Wallfahrtsgeschichte bietet die Kirche auch kulturelle Einblicke durch das Stiftsmuseum, das gemeinsam mit dem Heimatverein Wietmarschen kuratiert wird. Die Ausstellung beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Klosters, seine Bedeutung während der Reformation und die spätere Entwicklung bis in die Gegenwart. Besonders eindrucksvoll ist die Präsentation „100 Bilder zur Wietmarscher Geschichte“, die die historische und sakrale Entwicklung des Ortes anschaulich dokumentiert. Führungen durch das Museum werden vom Heimatverein angeboten und ermöglichen Besuchern, die Verbindung von Klostertradition, Kunst und regionaler Identität zu erkunden.

Die Kirche selbst besticht durch ihre barocke Architektur und die sorgfältige Restaurierung vergangener Jahrhunderte. Mit einem rollstuhlgerechten Zugang und einem gleichnamigen Parkplatz ist sie zudem inklusiv gestaltet und zugänglich für alle Besucher. Die harmonische Verbindung von Andacht, Geschichte und Kultur macht St. Johannes Apostel zu einem besonderen Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Gläubige gleichermaßen – ein Ort, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen.

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