Denkmal/Gedenkstätte

Stolpersteine Geschwister Lonnerstädter

Anstaltsgäßchen 2, 97437 Haßfurt

Highlights

  • In Haßfurt erinnern Stolpersteine an die Geschwister Lonnerstädter, Opfer des Nationalsozialismus.
  • Seit 25 Jahren setzen Gunter Demnigs Stolpersteine an Orten wie Haßfurt Erinnerungen frei.

Tipps

  • Die Stolpersteine markieren mit kleinen Messingplatten die letzten bekannten Wohnorte der ermordeten Geschwister Lonnerstädter und erinnern an ihr Schicksal.
  • Vor Ort befinden sich sieben Schattenrisse, die als künstlerische Ergänzung die Biografien der Betroffenen symbolisch darstellen und den Ort vertiefen.
  • Ein Begleitprogramm in der Sparkasse Zeil bietet zusätzliche Informationen zu den Lebensgeschichten und dem historischen Kontext der Familie.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Lonnerstädter – Haßfurt Kulturdenkmal

Die Stolpersteine für die Geschwister Lonnerstädter in Haßfurt sind ein bewegendes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Initiiert vom Künstler Gunter Demnig, markieren diese kleinen, in den Bürgersteig eingelassenen Gedenktafeln den letzten bekannten Wohnort der Familie vor ihrer Deportation. Die Stolpersteine sind Teil eines bundesweiten Projekts, das seit einem Vierteljahrhundert Menschenwürde und individuelle Schicksale in den öffentlichen Raum zurückholt.

Haßfurt ehrt mit diesem Denkmal die Geschwister Lonnerstädter, deren Schicksal eng mit der Stadt verbunden ist. Die Initiative zur Erinnerung entstand im Rahmen einer Schüleraktion: Bei einer Plakatausstellung zum Thema „60 Jahre Deutsch-Israelische Freundschaft“ im Haßfurter Bildungs- und Informationszentrum (BIZ) zündeten Jugendliche mitgebrachte Kerzen an den Stolpersteinen an. Diese symbolische Handlung unterstreicht die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur und die Verbindung von Geschichte mit lebendiger Gegenwart.

Die Ausstellung „Schattenrisse“ vor dem ehemaligen Kaufhaus Adler zeigt sieben künstlerische Darstellungen von Stolpersteinen und vertieft das Bewusstsein für die vergessenen Schicksale. Die Präsentation im Rahmen der Sparkasse Zeil betont, wie Kunst und Geschichte Hand in Hand gehen, um das Erinnern zu fördern. Die Stolpersteine selbst sind nicht nur Gedenkzeichen, sondern auch ein Aufruf, sich mit der eigenen Stadtgeschichte auseinanderzusetzen und den Opfern des Nationalsozialismus eine Stimme zu geben.

Besucher:innen können an den Stolpersteinen der Geschwister Lonnerstädter innehalten und sich der Tragik erinnern, die einst das Leben dieser Familie prägte. Das Projekt zeigt, wie Erinnerungsarbeit im öffentlichen Raum funktioniert – durch kleine, aber wirkungsvolle Zeichen, die zum Nachdenken anregen.

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