Denkmal/Gedenkstätte

Stolpersteine Gusti und Ernst Max Adler

Hauptstraße 63, 97437 Haßfurt

Highlights

  • In Haßfurt erinnern Stolpersteine an Gusti und Ernst Max Adler, Opfer des Nationalsozialismus.
  • Vor dem ehemaligen Kaufhaus Adler zeigen sieben Schattenrisse die Stolpersteine als Gedenkort.

Tipps

  • Die Stolpersteine markieren die ehemalige Wohnadresse einer jüdischen Familie und erinnern an deren Schicksal während der NS-Zeit.
  • Vor Ort befinden sich sieben Schattenrisse, die an das ehemalige Kaufhaus Adler erinnern, das einst im Besitz der Familie war.
  • Eine Ausstellung zu deutsch-israelischen Beziehungen zeigt aktuelle Bezüge zu den historischen Ereignissen in der Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Stolpersteine Adler in Haßfurt

In Haßfurt erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Familie Adler: Gusti und Ernst Max Adler. Die kleinen, in den Bürgersteig eingelassen Gedenksteine sind Teil des Projekts des Künstlers Gunter Demnig, das seit einem Vierteljahrhundert weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die Stolpersteine markieren den letzten bekannten Wohnort der Familie vor ihrer Deportation und gewähren den Passanten eine stille Mahnung.

Die Initiative zur Erinnerung an die Adlers entstand im Rahmen einer Plakatausstellung zum Thema „60 Jahre Deutsch-Israelische Freundschaft“, die von Schülern des Haßfurter BIZ organisiert wurde. Bei der Veranstaltung zündeten die Jugendlichen aus ihrer Heimat mitgebrachte Kerzen an den Stolpersteinen an – ein symbolischer Akt der Erinnerung und des Gedenkens. Die Ausstellung war zeitweise in den Räumen der Sparkasse Zeil zu sehen und zeigte unter anderem sieben „Schattenrisse“ vor dem ehemaligen Kaufhaus Adler.

Die Stolpersteine sind ein zentraler Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses in Haßfurt und laden dazu ein, sich mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen. Sie stehen für die vielen Familien, die hier einst lebten, bevor sie durch die Verbrechen des Nationalsozialismus entzogen wurden. Das Projekt des Künstlers Demnig verbindet individuelle Schicksale mit der kollektiven Erinnerung und macht die Spuren der Vergangenheit sichtbar – direkt vor der eigenen Haustür.

Besucher können die Stolpersteine als Teil einer kulturellen Spurensuche nutzen, etwa im Zusammenhang mit dem ehemaligen Kaufhaus Adler oder anderen historischen Orten in der Region. Die Gedenksteine sind nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Aufruf, sich mit der Verantwortung für die Vergangenheit auseinanderzusetzen. Sie erinnern daran, dass Erinnerung aktiv gelebt werden muss – durch Besuche, Diskussionen und das bewusste Wahrnehmen der Spuren, die das Schicksal der Adlers in Haßfurt hinterlassen hat.

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