Bunkerwand
Highlights
- Die Bunkerwand in Am Mellensee ist Teil einer historischen Denkmallandschaft mit nationaler Bedeutung.
- Sie wurde zwischen 1874 und 1945 als Heeresversuchsstelle genutzt und später von sowjetischen Streitkräften weiterentwickelt.
- Das Gelände beherbergt erhaltene Bunker, Raketenprüfstände und technische Relikte aus der Militärgeschichte.
Tipps
- Führungen müssen im Voraus gebucht werden, da spontane Besuche ohne Führung nicht möglich sind.
- Eintritt kostet 20 Euro pro Person und ist nur bar vor Ort zu entrichten.
- Das Gelände ist ohne Führung nicht zugänglich, daher sollte rechtzeitig eine Führung reserviert werden.
Eigenschaften
Über Bunkerwand
Die Bunkerwand im Ortsteil Am Mellensee im brandenburgischen Kreis Teltow-Fläming ist ein markantes Zeugnis der militärischen Geschichte Deutschlands und Teil der ehemaligen Heeresversuchsstelle Kummersdorf. Diese außergewöhnliche Denkmallandschaft zählt zu den bedeutendsten technischen und militärischen Erbe-Stätten des Landes und bietet einen faszinierenden Einblick in die Entwicklungen der Raketen- und Waffentechnik des 20. Jahrhunderts. Die Bunkerwand selbst ist ein Relikt der ehemaligen Schießbahnen und dient heute als eindrucksvolles Beispiel für die massive militärische Infrastruktur, die hier über mehrere Jahrzehnte hinweg existierte.
Seit über 30 Jahren widmet sich der Förderverein Museum Kummersdorf e.V. der Erforschung, Aufarbeitung und Vermittlung der vielschichtigen Geschichte des ehemaligen Heeresversuchsplatzes. Die Bunkerwand ist dabei ein zentraler Bestandteil der Führungen, die der Verein auf dem Gelände durchführt. Ohne eine solche Führung ist ein Besuch der Stätte leider nicht möglich, da sich viele der Objekte auf dem ehemaligen Kasernengelände und in ehemals militärisch genutzten Bereichen befinden. Besucher erhalten auf den mehrtägigen Exkursionen detaillierte Einblicke in die Geschichte der Eisenbahnpioniere, des Flugplatzes Sperenberg sowie der Raketenversuchsanlagen – darunter auch der Bunkerwand.
Die Besucherbewertungen zeigen, dass die Führungen als sehr informativ und lehrreich wahrgenommen werden. Sie vermitteln nicht nur Fakten über die militärische Nutzung des Geländes, sondern erzählen auch von den Menschen, die hier forschten, arbeiteten oder stationiert waren. Die Bunkerwand selbst ist dabei ein eindrucksvolles Zeugnis der damaligen Baukunst und militärischen Strategie. Ihre massive Betonstruktur und architektonische Gestaltung spiegeln die Bedeutung des Standortes wider, der unter anderem als Wirkungsstätte von Wernher von Braun gilt und somit eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der internationalen Raketentechnik spielte.
Das Gelände, auf dem sich auch die Bunkerwand befindet, ist sowohl Baudenkmal als auch technisches Denkmal von nationalem Rang. Es erstreckt sich über eine große Fläche zwischen den Ortschaften Sperenberg und Schönefeld und beherbergt zahlreiche weitere erhaltene Bauten und Anlagen wie ehemalige Kasernen, Raketenprüfstände, Beobachtungsbunker und Brückenfundamente. Diese Vielfalt macht den Standort zu einem der bedeutendsten Denkmale seiner Art in Deutschland. Der Förderverein Museum Kummersdorf betreibt hier seit Jahren ehrenamtlich die Aufklärung der komplexen Geschichte und ermöglicht durch seine Führungen und die ständige Ausstellung im Museum einen lebendigen Zugang zur Vergangenheit.
Interessierte können sich in der Dauerausstellung über die Entwicklung des ehemaligen Schießplatzes Kummersdorf informieren, der bereits in der Kaiserzeit als militärische Erprobungsstätte genutzt wurde. Exponate, Modelle und Diaramata veranschaulichen anschaulich die Arbeit an fortschrittlichen Waffensystemen, Raketen und später auch an kerntechnischen Projekten. Die Bunkerwand steht dabei symbolisch für die massive technische und militärische Infrastruktur, die hier einst errichtet wurde. Aufgrund der hohen Nachfrage und knapper Kapazitäten bitten die Vereinsmitglieder um Verständnis, dass momentan keine zusätzlichen Führungen angeboten werden können. Dennoch besteht die Möglichkeit, den Verein durch eine Mitgliedschaft aktiv zu unterstützen.