Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab Lütow

Geschlossen · Öffnet Di um 09:00, 17390 Schmatzin

Highlights

  • Das Großsteingrab Lütow ist ein gut erhaltenes Hügelgrab der Trichterbecherkultur aus etwa 3000 v. Chr.
  • Es liegt versteckt im Wald auf der Halbinsel Gnitz bei Usedom und ist über einen steinernen Gang betretbar.
  • Bei Ausgrabungen wurden Keramik, Flintwerkzeuge und Bernsteinschmuck gefunden, heute im Pommerschen Landesmuseum zu sehen.

Tipps

  • Das Großsteingrab Lütow liegt versteckt im Wald und lohnt sich als Teil einer Wanderung durch die Region.
  • Eine informative Tafel vor Ort erklärt die Geschichte der Megalithanlage und ihrer Entdecker.
  • Einzelne sehr alte Eichen und die ruhige Atmosphäre laden zur kurzen Rast und Besinnung ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Lütow

Das Großsteingrab Lütow befindet sich im Ortsteil Schmatzin auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Es zählt zu den bedeutendsten archäologischen Denkmälern der Region und ist eine der am besten erhaltenen Megalithanlagen auf Usedom. Die Anlage liegt versteckt im Wald auf der Halbinsel Gnitz und ist über den alten Kirchsteig von Lütow zur Kirche Netzelkow erreichbar. Umgeben von dichter Waldlandschaft und alter Baumsubstanz, bietet der Ort eine ruhige und mystische Atmosphäre, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

Die Anlage entstand vor mehreren Jahrtausenden und diente als Grabstätte für Menschen der Trichterbecherkultur. Grab 1 ist ein Ganggrab vom Typ der Holsteiner Kammer mit einem leicht trapezförmigen Hünenbett, das in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Der Zugang erfolgte über einen schmalen Gang aus Steinplatten von der Ostseite. Bei Ausgrabungen in der Vergangenheit wurden Keramikgefäße, zahlreiche Flintwerkzeuge sowie Bernsteinschmuck geborgen. Diese Funde sind heute im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald zu sehen. Die Decksteine des Grabes fehlen heute vollständig, einzelne Tragsteine sowie das Hünenbett selbst sind jedoch noch vorhanden.

Neben Grab 1 existieren weitere Grabanlagen in unmittelbarer Nähe. So wurden in der Vergangenheit zwei weitere Großsteingräber gesprengt, deren Material für den Hausbau verwendet wurde. Ein viertes Grab ist als erweiterter Dolmen konzipiert, bestehend aus drei tragenden Steinen und einer Deckplatte. Die Bauweise ohne moderne Hilfsmittel verdeutlicht die enorme handwerkliche Leistung der damaligen Bevölkerung. Eine alte, etwa 350 Jahre alte Buche thront mitten in der Anlage und unterstreicht den historischen Charakter des Ortes. Eine Infotafel vor Ort informiert über die Geschichte und Bedeutung der Megalithanlage.

Das Großsteingrab Lütow ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher, die sich für die Vergangenheit und Kultur der Jungsteinzeit interessieren. Die ruhige Lage im Wald macht es zu einem idealen Punkt für eine kurze Rast in der Natur. Mehrere Wanderwege führen an der Anlage vorbei und bieten die Möglichkeit, den Ort problemlos in eine größere Wanderung einzubinden. Die beeindruckende Naturlandschaft sowie alte Eichen sorgen für eine stimmungsvolle Kulisse, die sowohl historisch als auch landschaftlich überzeugt.

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