Denkmal/Gedenkstätte

Höwt

17440 Lütow

Highlights

  • Das Großsteingrab Lütow ist eine gut erhaltene Jungsteinzeit-Grabstätte auf Usedom.
  • Es wurde um 3000 v. Chr. von der Trichterbecherkultur errichtet und birgt eine Kammergrabanlage.
  • Heute sind Funde aus dem Grab im Pommerschen Landesmuseum Greifswald zu sehen.

Tipps

  • Das Großsteingrab liegt versteckt im Wald und lässt sich gut in Wanderungen einbinden.
  • Auf dem Gelände befindet sich eine informative Tafel mit Details zum Grab und seiner Geschichte.
  • Eine mächtige alte Buche mitten auf dem Gelände lädt zur Pause und Erholung ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Höwt

Das Großsteingrab Höwt in Lütow zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Region Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt versteckt im Wald auf der Halbinsel Gnitz und ist über den alten Kirchsteig von Lütow zur Kirche Netzelkow erreichbar. Die Anlage gilt als eine der am besten erhaltenen Großsteingrabstätten auf der Insel Usedom und bietet Besucherinnen und Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Kultur der Jungsteinzeit. Die mystische Atmosphäre des Ortes wird durch das dichte Waldambiente und alte Bäume verstärkt, darunter eine beeindruckende Buche von etwa 350 Jahren Alter, die mitten in der Grabanlage steht.

Die Megalithanlage wurde von der Trichterbecherkultur errichtet und diente als Begräbnisstätte. Das Grab 1 ist ein Ganggrab vom Typ Holsteiner Kammer mit einem leicht trapezförmigen Hünenbett, das in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Bei Ausgrabungen wurden Keramikgefäße, Flintwerkzeuge und Bernsteinschmuck gefunden, die heute im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald ausgestellt sind. Die ursprüngliche Bauform ist nur noch teilweise erhalten; die Decksteine fehlen vollständig. Die massive Steinarchitektur ohne den Einsatz moderner Technik verdeutlicht die handwerkliche Geschicklichkeit der damaligen Bevölkerung.

Neben dem Hauptgrab existieren weitere Grabanlagen in unmittelbarer Nähe. So wurden in der Vergangenheit zwei weitere Großsteingräber gesprengt, deren Steine für den Hausbau verwendet wurden. Ein viertes Grab ist als Dolmen mit Hügelschüttung identifiziert, das eine kleine Kammer aus großen Steinblöcken aufweist. Die Bauweise ähnelt anderen Hünengräbern, die auch auf der nahegelegenen Insel Rügen zu finden sind. Die Lage des Großsteingrabs Höwt macht es zu einem lohnenswerten Zwischenstopp bei Wanderungen durch die Region und lädt gleichzeitig zur Ruhe und Besinnung ein. Eine Infotafel vor Ort informiert über die Geschichte der Stätte, während weitere Details zu den Erbauerinnen und Erbauern bisher wenig bekannt sind.

Die Stätte genießt bei Besucherinnen und Besuchern ein durchschnittliches Google-Rating von 4,1 von 5 Sternen bei über 400 Bewertungen. Viele loben die ruhige, naturnahe Lage und die Möglichkeit, hier eine Pause inmitten alter Bäume und historischer Steine einzulegen. Einige Gäste wünschen sich ergänzende Informationen zur Entstehung und Nutzung der Grabanlage. Die Verbindung zur umliegenden Natur, darunter alte Eichen von schätzungsweise 500 Jahren, trägt zur besonderen Stimmung des Ortes bei. Wanderwege führen direkt an der Stelle vorbei und machen das Großsteingrab Höwt zu einem integralen Bestandteil der Kulturlandschaft auf Usedom.

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